Sieger des FAZ-Wettbewerbs zur Frauenfußballweltmeisterschaft : Kreativ, witzig und kunterbunt

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Als sie den Preis gewannen, waren sie noch die 5e der Ludwig-Meyn-Schule (LMG), als die 28 Kinder sich den dicken Preis abholten, stand bereits 6e auf dem Türschild vor Raum 46 des altehrwürdigen Gemäuers an der Seminarstraße.

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13. September 2011, 22:06 Uhr

Und der Preis war heiß: Erhalten hatten sie ihn vor den großen Ferien bei einem kreativen Schüler-Wettbewerb der FAZ. Ein Plakat, eine Collage, ein Videoclip zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft war gefragt. LMG-Lehrer Burkhard Schack schlug den Kindern vor, sich zu beteiligen.

Als Preis winkte eine zweitägige Reise nach Frankfurt mit spannendem Programm, Hotelaufenthalt und etlichen Überraschungen. Schon sprühte die Klasse nahezu über vor Ideen. Ein Video sollte es werden, waren sich die Kinder einig, mit der ganzen Klasse und natürlich mit Musik. Entstanden ist ein fetziger Video-Clip mit Namen „Weiter Abschlag“, in dem sich die Mädchen die Fußballschuhe zuknoten, die Torhüterin im grandiosen Flug den Ball abfängt, die gesamte Klasse mit Gitarren und Xylophonen den von Musiklehrer Burkhard Schacks Band „Steinfisch“ komponierten Song intonieren und singen und schließlich mit der La Ola-Welle ihre Begeisterung über die Frauenfußball-Weltmeisterschaft kundtun. Ganz großen Anteil an diesem furiosen Video-Clip hat Computer-Freak Levin Schnabel, er löste alle technischen und digitalen Probleme am PC und stellte sogar zwei Videokameras zur Verfügung, aber genauso begeistert waren natürlich Tatjana, Bathuan, Janne, Jolina, Cem, Lennart. Niklas. Marcus, Rieke, Lara, Tom, Christian, Marvin, Sarah, Antonia, Chantale, Jan und wie sie noch so alle heißen, dabei.

Die Jury in Frankfurt war begeistert. Als einziger Einsender hatte die Klasse aus dem fernen Uetersen einen so enormen Aufwand betrieben und das filmische Werk sogar noch mit „handgemachter“ Musik unterlegt, sich quasi ein Drehbuch für die eineinhalb Minuten gefertigt und es mit Vor- und Abspann versehen.

Womit die Jury so ganz und gar nicht gerechnet hatte, war das Alter der Preisträger. Die Besten waren bei diesem Wettbewerb dann auch die Jüngsten. Und mit der Erwartung, dass wesentlich ältere Jugendliche den Preis absahnen, hatten die Zeitungsmacher den Gewinn so angelegt, dass auch ein Bummel durch das nächtliche Frankfurt auf dem dicht gedrängten Programm an den zwei in Frankfurt verbrachten Tagen für die Sieger stand – und dieser Programmpunkt musste wegen des doch arg jugendlichen Alters der Kinder ausgehebelt werden. Dafür gab es dann eine Pizza- und Pasta-Orgie in einem großen Restaurant. Beeindruckt waren die Kinder von den Proben der Big-Band des Hessischen Rundfunks, der Besichtigung der Commerzbank-Arena, einem Besuch an der gewaltigen Druckmaschine der FAZ und einem Gespräch mit Sport-Redaktionsleiter Peter Heß, den die gewitzten Kinder aus Uetersen mit ihren Fragen ganz schön aufrüttelten. Ob es ihn denn als Redakteur freue, wenn draußen furchtbare Sachen passieren und er dann mehr zu schreiben habe, fragte Marvin und traf damit genau eine der umstrittenen ethischen Grundsätze – Only bad news are good news – nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten – des gesamten Journalismus. Doch der Sportredakteur muss ein Händchen für Kinder gehabt haben – die Schüler erklärten die Begegnung mit ihm zu einem der spannendsten Ereignisse der beiden in Frankfurt verbrachten Tage.

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