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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 04:35 Uhr

Frühstück : Kooperationsversuch im Wasserturm

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Damit haben CDU und FDP die Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg weit zurückgeworfen. Schwarz-Gelb benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen!“ Mit diesen Worten hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann die Kieler Absage auf das Kooperationsangebot der Hamburgischen Bürgerschaft kritisiert.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2012 | 21:20 Uhr

„Es gibt keinen sachlichen Grund, die von Hamburg vorgeschlagenen Gespräche zur Vorbereitung eines gemeinsamen Ausschusses der Länderparlamente abzulehnen“, findet Rossmann. „Themen wie Verkehrsplanung, Gastschulabkommen oder die Zukunft der Frauenhäuser sind Fragen, die uns in der Region auf den Nägeln brennen und die in einem institutionalisierten Dialog der Länder leichter zu lösen sind. Gerade für die Hamburger Umlandkreise ist die schwarz-gelbe Absage deshalb ein Schlag ins Gesicht!“

Wenn der Landtagssprecher in Folge der schwarz-gelben Blockade erklären müsse, es gebe auf schleswig-holsteinischer Seite kein Einvernehmen, zum jetzigen Zeitpunkt Gespräche mit Hamburg zu führen, so sei das peinlich für die gesamte Landespolitik. Rossmann: „CDU und FDP richten damit einen Flurschaden an, der die Gespräche auf Monate hinaus belasten kann. Diejenigen, die Hamburg und der SPD zuletzt immer wieder Arroganz vorgeworfen haben, können sich jetzt erst einmal an die eigene Nase fassen.“ Wie eine norddeutsche Kooperation aussehen kann und welche Erwartungen es aneinander gibt, war auch Thema beim Wasserturmfrühstück mit dem Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, an dem der Hamburger SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel teilnahm. Zusammen mit Elmshorns Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek und Landtagskandidatin Beate Raudies waren sich die Sozialdemokraten einig, dass Schleswig-Holstein und Hamburg den ständigen Dialog suchen müssen, um Irritationen in der Zukunft zu vermeiden. Weiter ging es um die Themen Bildung und Haushaltspolitik unter dem Diktat der Schuldenbremse. „Es ist wichtig, dass die Ausgaben weniger stark steigen, als die Einnahmen“, machte Andreas Dressel deutlich. Gleichzeitig wollen die Sozialdemokraten in Hamburg weiterhin gewährleisten, dass zum Ende der Wahlperiode in allen Grundschulen Hamburgs eine ganztägige Betreuung angeboten werden kann.

Der Andrang zum Frühstück war beachtlich, viele Besucher fanden keinen Platz.

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