Kooperation zum Wohle der Kinder

Sie sitzen alle im „Bildungsboot“: Erzieher und Grundschullehrer aus Uetersen. Zweimal im Jahr gibt es Kooperationsgespräche − damit der Übergang von der Kita zur Grundschule gelingen kann. Dem Bildungsauftrag verpflichtet, haben die Pädagogen jetzt eine Vereinbarung getroffen, die sie noch enger zusammenführt.
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Sie sitzen alle im „Bildungsboot“: Erzieher und Grundschullehrer aus Uetersen. Zweimal im Jahr gibt es Kooperationsgespräche − damit der Übergang von der Kita zur Grundschule gelingen kann. Dem Bildungsauftrag verpflichtet, haben die Pädagogen jetzt eine Vereinbarung getroffen, die sie noch enger zusammenführt.

zusammenarbeitErzieher und Lehrer stimmen sich in Uetersen ab / Kooperationsvereinbarung wird geschlossen

shz.de von
17. März 2017, 16:00 Uhr

Uetersen | Nicht nur Lehrer sind verpflichtet, ihren Bildungsauftrag zu erfüllen. Auch Erzieher in Kindergärten dürfen das Ziel, ihre Schützlinge mit dem nötigen Rüstzeug für das zukünftige Leben zu versehen, nicht aus den Augen verlieren. In Uetersen arbeiten Kitas und Grundschulen schon seit vielen Jahren gut zusammen. Zweimal im Jahr kommen Lehrer und Erzieher zu Kooperationsgesprächen zusammen. Oberstes Ziel dabei ist es auszuloten, wie Kindern der Übergang zur Schule erleichtert werden kann. Denn naturgemäß kommen auf das werdende Schulkind eine Menge neue Anforderungen und Veränderungen zu, die es in verhältnismäßig kurzer Zeit zu bewältigen hat. Manchmal hakt es dann. Diese Barrieren sind Thema der Abstimmungsgespräche.

Zugleich werden Maßnahmen diskutiert, mit deren Hilfe die Probleme geglättet werden sollen. Die Pädagogen wissen: Eine gut abgestimmte Kita- und Grundschularbeit ermöglicht es den Kindern, ihre Lernvoraussetzungen und Lernfähigkeit besser auszuschöpfen. Es geht also um die Potenziale des Kindes, die möglichst früh geweckt werden sollen.

Die kooperierenden Ebenen wissen, dass die Kinder zu Beginn ihrer Schulzeit auf verschiedene Fähigkeiten und Kompetenzen zurückgreifen, die sie sich bereits in der Kita angeeignet haben. Kita und Schule verstehen sich in der Vereinbarung, die derzeit schriftlich fixiert wird, als gleichberechtigte Partner.

Von den Erziehern erfahren die Lehrer im Netzwerk, inwieweit bei den Kindern (weiterhin) individueller Förderbedarf besteht. Bei der Sprintmaßnahme (Sprachintensivkurs) erhalten Kinder mit Migrationshintergrund bereits in der Kita intensiven Sprachunterricht. Erteilt wird dieser ihnen ein halbes Jahr, bevor sie in die Schule kommen. Sprint wurde bereits ausgezeichnet. Das überregionale Beratungsunternehmen „Metaplan“ aus Quickborn erkannte der Maßnahme 2014 den Innovativpreis zum Thema „Gute Ideen machen Schule“ zu.

Gute Ideen soll es in Uetersen weiter geben. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und Kitas soll dafür einen Beitrag leisten.

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