Handball : Konstanz fehlt

„Wir kriegen es momentan einfach nicht hin, unsere Leistung über 60 Minuten abzurufen“, klagte Jan-Henning Himborn, Trainer der 1. Männer des TuS Esingen. In der Tat waren die Esinger am Sonntagabend im Hamburg-Liga-Spiel beim HT Norderstedt in der ersten Halbzeit mit dem Titelanwärter auf Augenhöhe, leisteten sich dann nach der Pause aber eine Schwächephase und gerieten dabei so deutlich in Rückstand, dass trotz einer Leistungssteigerung in der Schlussphase nichts Zählbares mehr geholt werden konnte. Am Ende verloren die Esinger mit 26:30.

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10. November 2013, 21:33 Uhr

Zunächst hatte die Partie für die Tornescher wunschgemäß begonnen: Zwar gingen die Norderstedter mit 1:0 und 2:1 in Führung, doch Tobias Bombe und Timo Kreckwitz glichen jeweils aus. Von der vierten bis zur achten Minute war noch fast jeder TuS-Wurf auch ein Treffer: Die Gäste gingen fünfmal in Führung, die Norderstedter egalisierten jeweils postwendend. Anschließend führten die Hausherren zwar viermal mit zwei Toren Differenz, doch die Esinger spielten gute Übergänge und TuS-Torwart Benjamin Boje hatte einen Glanztag erwischt: Mit mehreren starken Paraden legte er den Grundstein dafür, dass Bombe mit einem weiteren Kracher sowie Jesko Semmelhack, der von rechts immer wieder Wege am HTN-Torwart vorbei fand, zum 14:14 ausgleichen konnten. Nach einer weiteren Boje-Parade waren bis zur Pause noch 40 Sekunden zu spielen. Jan-Henning Himborn nahm seine Auszeit, doch die Chance zur Führung vergaben die Esinger, so dass die Seiten beim Stand von 14:14 gewechselt wurden.

Im zweiten Durchgang lief es beim TuS nicht mehr rund. „Alles, was wir in der ersten Halbzeit gut gemacht haben, hat auf einmal nicht mehr funktioniert – und in nur zehn Minuten haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, klagte Jan-Henning Himborn. Bis zum 20:19 (42.) blieben die Esinger noch auf Tuchfühlung, auch wenn sie in dieser Phase schon einen deutlich höheren Aufwand betreiben mussten, um zu Torerfolgen zu kommen. Dann zogen die Hausherren in nur sieben Minuten auf 27:21 davon.

Den Negativlauf konnte Jan-Henning Himborn auch mit einer Auszeit nicht stoppen und klagte: „Norderstedt hat keinesfalls überragend gespielt, sondern grundsolide – aber wir haben uns in der Abwehr zu einfach ausspielen lassen und vorne viel zu viel verworfen!“ Vor allem Daniel Günter sowie in der zweiten Hälfte auch Timo Kreckwitz fehlte es an der nötigen Treffsicherheit. Durch zwei Bombe-Kracher und ein Tor von Nils-Oliver Himborn kamen die Gäste noch einmal auf 28:25 heran (55.), die Wende gelang ihnen aber nicht mehr. „Leider fehlten uns drei wichtige Rückraum-Spieler“, so Jan-Henning Himborn, der abschließend betonte: „Wir spielen nicht konstant genug!“

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