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Uetersener Nachrichten

20. September 2017 | 09:41 Uhr

Umfrage : Konjunktur legt Pause ein

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Konjunktur im Kreis Pinneberg hat eine Verschnaufpause eingelegt.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2011 | 21:16 Uhr

„Der Optimismus der Vergangenheit ist ein wenig gedämpft“, sagte gestern Rolf Döring, Geschäftsführer der Salvana-Tiernahrung GmbH in Klein-Offenseth-Sparrieshoop. Zusammen mit Heinrich Ritscher, Geschäftsführer des Unternehmensverbands Unterelbe-Westküste, stellte er die Ergebnisse einer Konjunkturumfrage unter 70 Betrieben mit fast 8000 Mitarbeitern in den Kreisen Pinneberg und Steinburg vor.

„Ich gehe davon aus, dass wir im ersten Halbjahr mit einer Konjunkturdelle zu leben haben“, kündigte Ritscher an. Während der vergangenen Jahre hatten immer mehr Firmen gestiegene Auftragszahlen gemeldet. Nun kehrte sich dieser Trend erstmals um. Zwar klagten weniger Betriebe über einen Rückgang der Aufträge als im Juni; dazu gehören vor allem die kleineren. Dafür sank die Zahl der großen Firmen mit Zuwächsen. Dementsprechend nahm die Kapazitätsauslastung von 92 auf 89 Prozent leicht ab. Vollauslastung meldet nach wie vor die Bauwirtschaft. Doch die Maschinen der Chemie- und Druckindustrie standen zu einem Viertel still.

Die Erwartungen zur Auftragslage im nächsten Halbjahr fallen unterschiedlich aus. Einerseits rechnen mehr Unternehmen mit einem Rückgang. Dazu gehören vor allem die kleineren Betriebe. Andererseits erhöhte sich auch die Zahl der zuversichtlichen Firmen. Von steigenden Umsätzen geht sogar mehr als ein Drittel aus. 15 Prozent der Unternehmen, dazu gehören vor allem größere, sind bei den Umsätze allerdings pessimistisch.

Ihr Investitionsvolumen haben mehr als die Hälfte der Firmen eingefroren. Sie wollen diese Strategie auch während der nächsten sechs Monate beibehalten. Nachdem der Personalabbau im vergangenen halben Jahr zurückging, wollen 63 Prozent der Betriebe das Niveau nun halten, ein Fünftel will sogar aufstocken. Unter anderem wollen sie 197 neue Ausbildungsplätze schaffen. Die Zahl der Bewerber wird allerdings knapp. Noch gibt es an der Westküste für jeden Azubi eine Stelle. 2015 aber wird jeder zweite Platz unbesetzt bleiben. Ritscher forderte, die Infrastruktur in Schleswig-Holstein rasch auszubauen.

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