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Amt Haseldorf : Kommt es zum Patt im Ausschuss?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kommt es zu einem Patt im Ausschuss des Amts Haseldorf? Zur Debatte steht die Entscheidung, ob die angehörigen Gemeinden Haselau, Haseldorf und Hetlingen sich künftig über einen Dienstleistungsvertrag von der Stadt Uetersen oder als Mitglieder des Amts Moorrege verwalten lassen (die UeNa berichteten). Die Entscheidung trifft der Amtsausschuss, der mit jeweils zwei Vertretern jeder Gemeinde besetzt ist.

In Hetlingen gibt es eine Tendenz zum Amt Moorrege. Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) und Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen, FWH) vertreten das Dorf im Ausschuss. Für einen Wechsel zum Amt Moorrege sprach sich auch Haseldorfs Bürgermeister und Amtsausschussmitglied Uwe Schölermann (CDU) aus. Damit könnten sich drei Stimmen für ein Ende des Amts Haseldorf ergeben.

Der zweite Vertreter Haseldorfs im Amtsausschuss ist Boris Steuer (SPD). Sein Parteigenosse Thomas Hölck befürwortete gegenüber den UeNa eine Fortführung der Verwaltungsgemeinschaft des Amts Haseldorf mit Uetersen. „Wenn die drei H-Dörfer nicht mehr im Amt sind, fehlt ihre Bindung aneinander, die wichtig ist, um diese Region weiterzuentwickeln“, sagte er. Ohne diesen Zusammenhalt gerieten die Gemeinden in eine Abwärtsspirale.

Der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) positionierte sich öffentlich bisher nicht. Bekannt ist aber, dass die Gemeindevertretung ihm und dem zweiten Haselauer Amtsausschussmitglied Gunter Küchler von den Freien Wählern Haselau eine eindeutige Empfehlung mitgab. Bekannt ist auch, dass das Gremium bereits die Gründung eines Zweckverbands verweigerte, der das Amt Haseldorf als Schulträger ablösen könnte. Zu dieser Linie würde es passen, wenn Haselau sich dafür entschiede, grundsätzlich am Amt Haseldorf festzuhalten. Damit könnten Boris Steuer und die Haselauer Vertreter drei Stimmen für den Erhalt des Amts Haseldorf abgeben.

Hölck sprach sich allerdings ebenso wie der Hetlinger Gemeinderat für eine Kündigung des Dienstleistungsvertrages mit der Stadt und eine Prüfung der Angebote aus Uetersen und Moorrege durch eine unabhängige Stelle aus. Wenn der Amtsausschuss diese Untersuchung befürwortete, müsste er die Entscheidung über die Vergabe der Verwaltung aufschieben. Das Ergebnis der Prüfung wiederum könnte das Stimmverhalten von Michael Rahn beeinflussen, denn die FWH will ihre Empfehlung in großem Maße abhängig von den Kosten aussprechen. Gebunden ist Michael Rahn an den Rat seiner Fraktion aber nicht. Er selbst befürwortet einen Wechsel zum Amt Moorrege.

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erstellt am 13.Dez.2015 | 18:11 Uhr

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