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Bürgermeisterin kündigt Gespräche an : Kommt die Bahn von Uetersen nach Tornesch?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Damit wäre eine Bahn-Anbindung nach Hamburg möglich.

Uetersen | Überraschend hat Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen während der Bauausschusssitzung am Donnerstagabend angekündigt, dass es im Juli Gespräche zwischen der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft Niebüll GmbH (neg) und Vertretern der Städte Tornesch und Uetersen geben wird. Gegenstand ist die mögliche Aufnahme einer Zug-Anbindung nach Hamburg.

Im aktuellen Landesnahverkehrsplan hat das Land Schleswig-Holstein seine Zielsetzung bekräftigt, den Marktanteil von Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr um 50 Prozent zu erhöhen. In den dort als „Visionen“ vorgestellten Projekten ist auch eine Anbindung von Uetersen über Tornesch nach Pinneberg genannt, im 20-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit. Das Land geht hier von 5000 Personenkilometern pro Werktag aus. Gemeint ist die Summe an Kilometern, die zahlende Passagiere zurücklegen würden.

Alle Vorschläge des Zielprojekts „Plus 50 Prozent“ seien bisher nicht durchgeplant und auch nicht finanziert, aber grundsätzlich umsetzbar, heißt es im Landesnahverkehrsplan. Ingo Dewald, Geschäftsführer der neg Niebüll GmbH, verwies in seinem Schreiben an Andrea Hansen sowie Torneschs Bürgermeister Roland Krügel jedoch darauf, dass „notwendige Investitionen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) nicht durch die Kommunen getragen werden müssen.“ Hansen vermutete im UeNa-Gespräch, dass es hier Änderungen im Gesetz gegeben habe.

Die neg betreibt bereits den Güterverkehr zwischen Tornesch und Uetersen, seit 2004 ist sie mit der Strecke Niebüll bis Dagebüll im Schienenpersonennahverkehr tätig. Geschäftsführer Ingo Dewald hält die Anbindung Uetersens mit dem Stadtgebiet Hamburg für verkehrswirtschaftlich rentabel. Außerhalb Hamburgs würden die „2-System-S-Bahn-Züge“ nicht mit Stromschienen, sondern mit Oberleitung betrieben. Die Gespräche zwischen der neg und Vertretern beider Städte werden zunächst im kleinen Kreis stattfinden.

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erstellt am 11.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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