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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 04:20 Uhr

Politik : Kommt das Archiv?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Hauptausschuss am 8. März könnte Geschichte schreiben. Wird es jetzt gelingen, die Stadt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken? Wird sie schon bald ein Gedächtnis erhalten, auf das es sich lohnt, zurückzugreifen? Die Politiker sollen über die Einrichtung eines Archivs befinden. Die Stadtverwaltung hat, wie bereits vor 14 Jahren, eine Vorlage mit dem Ziel erstellt, ein kommunales Archivwesen einzurichten, also eine Stätte, die dazu dient, durch ständige Pflege und Erweiterung das Wissen und die Prägung für die Bevölkerung zu erhalten. Die Bürgermeisterin verweist in der Vorlage auf das Landesarchivgesetz, welches definiert, dass die Archivierung eine pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe für die Kreise, Gemeinden und Ämter ist.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2016 | 19:52 Uhr

2002 hatte die Verwaltung nach eigener Darstellung die Selbstverwaltung erstmals auf die pflichtige Aufgabe aufmerksam gemacht.

Das damit verbundene Konzept sollte klären, in welchem Umfang sich Bestände von Archivgut in der Registratur der Stadtverwaltung befinden müssen, inwiefern rechtliche Grundlagen für ein kommunales Archiv der Stadt Uetersen zu fassen sind, wie eine Dienstanweisung und eine Satzung für das Archiv aussehen soll, in welchem Umfang die personelle Besetzung eines Stadtarchivs gegeben sein muss und welche Fachqualifikation und Aufgaben ein Archivar eines kommunalen Archivs zu erfüllen hat.

Die Dienstanweisung erfolgte zum 1. Dezember 2002. Damit wurde ein Vernichtungsverbot für sämtliches Registraturgut der einzelnen Fachämter ausgesprochen.

In den folgenden Jahren, so die Verwaltung zur aktuellen Vorlage für den 8. März weiter, sei die Selbstverwaltung durch die Verwaltung darüber unterrichtet worden, dass der maßgebliche politische Beschluss der Selbstverwaltung zur Errichtung eines kommunalen Archivs nach wie vor ausstehe. Zuletzt sei das im November 2013 erfolgt.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass es für ein eigenes Stadtarchiv einer qualifizierten und kompetenten personellen Ausstattung bedarf. Die Erfüllung dieser Aufgabe setzt insofern fachlich ausgebildetes Personal voraus. Wird ein Archiv hauptamtlich geleitet, so richten sich die Ausbildung, Tätigkeitsmerkmale und Vergütung nach beamten- und laufbahnrechtlichen oder tarifrechtlichen Vorschriften. Die fachliche Qualifikation kann durch eine anerkannte Nachqualifizierung erworben werden.

Die Sitzung des Hauptausschusses ist öffentlich.

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