Fußball : Königin Lutz bleibt ohne Krone

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Wurde Josefin Lutz, Spielerin der 1. Frauen des FC Union Tornesch, Torschützenkönigin in der Verbandsliga Hamburg oder nicht? „Ja“, sagte ihr Trainer Mahdi Habibpur, „nach unserer Rechnung hat sie in dieser Saison 22 Tore erzielt!“ Im offiziellen DFB-Net stand Lutz am gestrigen Montagabend aber lediglich bei 19 Treffern und damit hinter Birte Schulz (21 Tore für den TSV DuWo 08 ) sowie Nina Philipp (FC St. Pauli/20) „nur“ auf dem dritten Rang.

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18. Mai 2015, 21:19 Uhr

Das Tor, das Lutz am Sonntag beim 3:0-Sieg gegen den ESV Einigkeit Wilhelmsburg gelang, fehlte im DFB-Net zwar noch, weil Schiedsrichter Janik Möller den Spielbericht noch nicht im Internet freischaltete. Aber selbst mit diesem Treffer käme Lutz „nur“ auf den zweiten Platz neben Philipp. „In einem Spiel sind unsere Torschützinnen wohl falsch eingetragen worden“, vermutete Habibpur. Und so bleibt Lutz „nur“ die Rolle der vereinsinternen Torschützenkönigin, aber eben ohne die offizielle Torjägerkrone; diese geht an Birte Schulz, die einst auch beim TuS Appen kickte.

Die Treffsicherheit von Lutz blieb in den vergangenen Wochen und Monaten auch anderen Klubs nicht verborgen: „Sie hat zahlreiche Angebote bekommen, aber für ein weiteres Jahr bei uns verlängert“, freute sich Habibpur, der selbst auch in der nächsten Saison bei den FCU-Frauen an der Seitenlinie stehen wird. Einigkeit Wilhelmsburg soll in jener kommenden Spielzeit angeblich zu den Titel-Favori- ten zählen ‒ davon war am Sonntag im letzten Spiel der Saison 2014/2015 allerdings noch nichts zu sehen. „Ich hatte die Wilhelmsburgerinnen stärker erwartet, aber sie haben nur einen einzigen gefährlichen Torschuss abgegeben, den unsere Torhüterin Saskia Schippmann glänzend gehalten hat“, berichtete Habibpur. Hätten die Gäste von der Elbinsel gewonnen, hätten sie die FCU-Frauen im Verbandsliga-Klassement noch überholt und die Saison als Rang-Vierter beendet. Doch obwohl die Tornescherinnen wie eine Woche zuvor in Nienstedten nur mit zehn Spielerinnen begannen und in der zweiten Hälfte sogar nur noch zu neunt auf dem Platz standen, hatten sie klare Vorteile. „Und wir haben unsere ersten beiden Tore hervorragend herausgespielt“, so Habibpur, der stolz berichtete: „Das waren Spielzüge, die wir im Training einstudiert hatten!“ So gelang Finia Pohl nach Johanna Stutzkes Vorlage das 1:0 und nach Alina Wachters Pass stellte Yasmin Wachter den 2:0-Pausenstand her.

Yasmin Wachter verletzte sich nach einer halben Stunde, hielt aber bis zur Pause durch. „In der zweiten Hälfte haben wir sie geschont, denn die Gesundheit hat Vorrang“, betonte Habibpur. In doppelter Unterzahl nahm Lutz einer ESV-Verteidigerin den Ball ab und schoss zum 3:0-Endstand ein.

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