Schwimmen : Knapp am Podest vorbei

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So, wie die Wellen vor Warnemünde Täler und Berge hatten, hatte Matthias Krause „Höhen und Tiefen“ beim Auftritt der DLRG Region Uetersen, deren Pressewart er ist, beim „DLRG-Cup“ gesehen. Alljährlich ermitteln am dritten Juli-Wochenende in Warnemünde unterhalb des denkmalgeschützten Seerestaurants „Teepott“ die besten deutschen Freigewässerathleten sowie Nationalmannschaften aus Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz in mehreren Disziplinen die besten Rettungssportler. Mit dabei war auch wieder ein Team der DLRG Region Uetersen, das noch immer zu den stärksten Mannschaften Deutschlands gehört.

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24. Juli 2015, 17:30 Uhr

Erstmals startete in diesem Jahr beim „DLRG-Cup“ auch eine Deutsche Juniorennationalmannschaft, in die mit Carla Strübing auch eine Rettungsschwimmerin aus der Rosenstadt berufen wurde. Die 17-Jährige legte einen starken Wettkampf hin und qualifizierte sich für alle drei Einzelfinals, was Krause „angesichts ihres jungen Alters“ als „einen großen Erfolg“ hervorhob. Die beste Platzierung erreichte Strübing im Board Race als Achte. In der Gesamtwertung belegte sie am Ende einen starken elften Rang und zeigte damit auch dem Bundestrainerteam ihr Potential. Im finalen Wettkampf „Taplin Relay“ gewann Strübing mit dem Jugend-Auswahlteam zudem die Bronzemedaille.

Die verbliebenen vier Uetersener Damen Stefanie Schoder, Birte Gülk, Svenja Blohm und Katharina Stephan machten ihre Sache in den Staffeln auch ohne Strübing „hervorragend“, wie Krause lobte. In der „Rescue Tube Rescue Relay“ sorgte das Quartett für den Höhepunkt des Wochenendes aus Uetersener Sicht, musste sich nur dem dänischen Nationalteam geschlagen geben und holte sensationell „Silber“. Zudem wurde Stephan Fünfte im Brandungsschwimmen und Blohm sammelte mit zwei Finalteilnahmen ebenfalls wichtige Punkte für ihr Team.

Bei den Herren überzeugte David Loosen: Der Europameister von 2011 kämpfte sich nach vielen Verletzungen, die er im letzten Jahr erlitten hatte, zurück und stand in drei Finals. Dafür wurde der Uetersener im starken Herrenfeld mit Platz acht in der Gesamtwertung belohnt. Krause buchte zwei weitere Finaltickets und Christian Tügel erreichte das Finale im Brandungsschwimmen. Im Board Rescue Race schafften es Krause und Ole Ehlers ins A-Finale, wo sie Siebte wurden.

Den krönenden Abschluss nach zwei spannenden Wettkampftagen bildete traditionell die „Taplin Relay“. Hier gibt es vier Wertungen (Schwimmen, Rettungsbrett, Rettungskajak und Laufen) und ein Sportler eines Teams muss je eine Disziplin absolvieren. Mit dem vierten Platz für die Herren und Rang fünf für die Damen zeigte das Uetersener Team nochmals seine Stärke und verpasste als Vierter in der Gesamtwertung nur hauchdünn das Siegerpodest.

„Die Gesamtwertung fiel in diesem Jahr denkbar knapp aus ‒ lediglich die DLRG Halle/Saalekreis konnte sich absetzen“, analysierte Krause. Um die weiteren Podestplätze kämpften die DLRG Harsewinkel, die DLRG Magdeburg und die DLRG Region Uetersen. In der Endabrechnung mussten die Norddeutschen mit nur zehn Punkten Rückstand auf die drittplatzierten Magdeburger mit der „Holzmedaille“ vorlieb nehmen.

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