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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 21:54 Uhr

Etabliert : Klinikverbund rüstet auf

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Regio-Kliniken bauen den Standort Wedel weiter aus: Nur wenige Monate nach der Zentralisierung der Geriatrie in dem kleinsten der drei Kreis Pinneberger Krankenhäuser (UeNa berichteten) hat der Klinikverbund eine eigenständige Fachabteilung für Pneumologie und Beatmungsmedzin etabliert.

„Die Zahl der Menschen mit einem Lungenleiden steigt bundesweit an“, sagte Angela Bartels, Vorsitzende der Klinik-Geschäftsleitung. Vor diesem Hintergrund sei die pneumologische Versorgung der Menschen im Kreis Pinneberg bislang nicht so gewesen, „wie man sich das wünscht“. Dass die Lücke so erfolgreich geschlossen werden konnte, verdankt das Unternehmen in erster Linie dem Lungenfacharzt Dr. Tahsin Balli.

Vor sechs Monaten warben die Regio-Kliniken den ausgewiesenen Spezialisten vom Hamburger Albertinenkrankenhaus ab und betrauten ihn mit der Aufgabe, die Fachabteilung aufzubauen. „Mein Ziel war es, eine Pneumologie zu installieren, die sich mit den Konkurrenten problemlos messen kann und in der auf universitärem Niveau gearbeitet wird“, sagte er. Das sei gelungen.

Möglich wurde das unter anderem durch Investitionen in Höhe von einer halben Million Euro, die in den Umbau des Endoskopieraumes in der Abteilung für Innere Medizin und die Anschaffung hochmoderner Geräte gesteckt wurden. „Die Lungenheilkunde ist ein sehr techniklastiges Fachgebiet, und die Geräte brauchen viel Platz“, sagte Balli.

Dr. Christian Schwarzbach, neuer Oberarzt in der Abteilung und einst Lungenspezialist am Barmbeker Klinikum, lobte den Aufbau der Pneumologie als einen Schritt in die richtige Richtung. „Die Lungenheilkunde war lange das Stiefkind der Inneren Medizin“, sagte er. Für Angela Bartels ist die Verpflichtung der beiden Experten ein Glücksfall. „Wir sind sehr froh darüber, denn Pneumologen sind am Markt sehr schwer zu bekommen“, sagte sie. Für sie ist die Wedeler Klinik außerdem der ideale Standort. „Wir brauchen wegen der Höhe der Fallzahlen reichlich Kapazitäten. Die sind in Wedel gegeben.“ Zudem sei hier eine optimale Vernetzung mit den kooperierenden Fachabteilungen gegeben, vor allem der Geriatire. Auch die Zahl der geriatrischen Patienten steigen weiter an. In Zukunft soll die Abteilung für Altersmedzin deshalb weiter ausgebaut werden. Ebenso wie die Zahl der Intensivplätze. „Das ist notwendig, weil die Zahl der lungenkranken Patienten weiter ansteigen wird“, so Bartels.

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erstellt am 01.Okt.2014 | 19:17 Uhr

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