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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 20:14 Uhr

Jahresabschluss : Kliniken verringern Defizit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die finanzielle Situation der Regio Kliniken hat sich nach Angaben von Geschäftsführerin Angela Bartels im vergangenen Jahr weiter stabilisiert. Demnach schloss der Gesamtkonzern mit einem Minus von zwei Millionen Euro ab. Das sind 1,6 Millionen Euro weniger als 2014 und 7,3 Millionen Euro weniger als 2013. Für das laufende Jahr dämpfte Bartels allerdings zu hohe Erwartungen. „Vor dem Hintergrund des neuen Krankenhausstrukturgesetzes, der laufenden Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst und des harten Wettbewerbsumfeldes planen wir zum Jahresende mit einer höheren Unterdeckung“, sagte sie.

Als Grund für die positive wirtschaftliche Entwicklung nannte Konzernsprecher Sebastian Kimstädt gestern im Gespräch mit unserer Zeitung unter anderem die erfolgreiche Umsetzung struktureller Veränderungen wie etwa die Schaffung weiterer medizinischer Zentren. So seien zwar mit 35427 vollstationären Patienten nur 80 mehr als 2014 behandelt worden, die Schwere der Fälle und damit die Höhe der Behandlungskosten habe aber deutlich zugenommen. Für das laufende Jahr hat das Unternehmen, das im Kreis Pinneberg unter anderem die drei Krankenhäuser in Pinneberg, Elmshorn und Wedel betreibt, Investitionen in Höhe von neun Millionen Euro angekündigt.

Größtes Vorhaben ist ein Neubau am Pinneberger Standort mit Notaufnahme und Operationssälen für insgesamt rund zwölf Millionen Euro. Für das zweistöckige Gebäude, das im Bereich des Haupteinganges entstehen soll, wurden bereits Fördermittel beantragt. „Sobald die Bescheide vorliegen, kann es losgehen“, sagte Angela Bartels. Sie rechnet mit dem Baubeginn noch in diesem Jahr und der Fertigstellung in 2018.

1,5 Millionen Euro investieren die Regio Kliniken in den Ausbau des Elmshorner Krankenhauses. Unter anderem wird hier ein urologisches Zentrum nach dem Vorbild etwa des Wirbelsäulenzentrums geschaffen, die entsprechende Abteilung zieht aus Wedel um. Mehr als zwei Millionen Euro sollen in die Anschaffung neuer Medizintechnik fließen. Unter anderem bekommt das Krankenhaus in Wedel eine Computertomografie-Anlage, „um die diagnostischen Abläufe in der Inneren Medizin und der Pneumologie zu verbessern und das Geriatrie-Zentrum zu stärken“, so Angela Bartels.

Als große Herausforderung bezeichnete die Klinikchefin die Suche nach Fachkräften. „Wir brauchen weiteres Personal für den Ausbau der medizinischen Angebote“, sagte sie. 2015 stellte das Unternehmen 90 bereits weitere Gesundheits- und Krankenpfleger ein. Bartels kündigte nun an, die Kliniken würden ihre Anstrengungen bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter erneut verstärken.

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erstellt am 14.Apr.2016 | 21:11 Uhr

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