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Uetersener Nachrichten

16. August 2017 | 20:11 Uhr

Umweltarbeit : Klimaschutz kindgerecht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach den Sommerferien startet „KITA21 – Die Klimaretter“ in die zweite Runde. Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt bringt die Themen Energie und Klimaschutz in die Kitas, unterstützt die Umsetzung lebendiger Bildungsprojekte und stärkt über Kooperations- und Vernetzungsangebote die regionale Bildungslandschaft. „Das Projekt hat Fahrt aufgenommen, wir sind sehr zufrieden. Trotzdem wollen wir natürlich noch mehr Kitas und regionale Akteure erreichen“, sagte Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv-Südholstein. Das Umweltunternehmen hat „KITA21 – Die Klimaretter“ initiiert und setzt das Modellprojekt gemeinsam mit dem Kreis Pinneberg und zusammen mit der „S.O.F. Save Our Future“- Umweltstiftung um.

Etwa 40 Kitaleiterinnen und -leiter, Erzieher und Erzieherinnen, Bildungsakteure und Multiplikatoren informierten sich in der Jugendbildungsstätte Barmstedt über die Hintergründe, über die Teilnahme und zum Ablauf des Modellprojektes. Berichte aus der Praxis stehen ebenfalls auf dem Programm: Kitas aus dem ersten Jahrgang des Modellprojektes berichten, wie sie die Themen Energie und Klimaschutz im Kita-Alltag spannend und kindgerecht umsetzen. „Anhand der Praxisbeispiele wird deutlich, dass sich bereits Kita-Kinder mit zukunftsrelevanten Fragestellungen beschäftigen können und dabei spielerisch ein Bewusstsein für verantwortliches und umweltbewusstes Handeln entwickeln“, so Ralf Thielebein, Geschäftsführer von „S.O.F“. Dass der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt sind, beweisen die beiden vorgestellten Bildungsprojekte: Dem großen Zukunftsthema Klimaschutz kann man sich über die Insek-tensuche genauso nähern, wie über die Frage nach recycelten Produkten. Die Kinder der DRK-Kita Hetlingen beschäftigten sich beispielsweise mit der Biene und bauten unter anderem ein 50 cm großes Bienenmodell aus Pappmaché. Sie lernten viel über das vom Aussterben bedrohte Insekt, wie wichtig es für den Obstanbau in der Region ist und dass neben anderen Faktoren auch der Klimawandel den Verwandten von „Biene Maja“ ziemlichen Stress bereitet.

Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren sich in Barmstedt auch die regionalen Bildungsakteure, die an dem Modellprojekt beteiligt sind. Bildungspartnerschaften zwischen Kitas und regionalen Bildungsakteuren zu fördern, ist ein Ziel von „KITA21 – Die Klimaretter“. Auch die Kinder der AWO-Kita in Horst profitieren davon: „Wir haben eine Verwertungsanlage für Abfälle besucht und eine Recyclinginitiative in Elmshorn kennengelernt. Dort werden aus Altmaterialien Taschen, Schachteln und Kisten hergestellt“, berichtet Heide Raschen, Leiterin der Kita. „Dabei haben die Kinder auch erfahren, dass viele Dinge, die wir neu kaufen, von weit her kommen und dass der Transport unserem Klima schadet. Das Tolle ist, dass die Kinder so auch eine Wertschätzung für Dinge entwickeln, die wir oft ohne nachzudenken wegwerfen“. Das kommt nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei den Projektinitiatoren gut an: „Kitas leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Wenn man die Fotos der Kinder sieht und wie engagiert sie bei der Sache sind, wird klar, dass wir mit der Unterstützung und Beteiligung an dem Modellprojekt eine gute Entscheidung getroffen haben“, so Helmuth Kruse, Vorsitzender der AG Klimaschutz des Kreises Pinneberg. „Ich bin sicher, dass es auch im zweiten Jahr mit genau dem gleichen Elan weitergeht“.

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erstellt am 02.Jun.2013 | 18:03 Uhr

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