Projekt : Klimagerechtigkeit

Im Rahmen des Jugendumweltprojekts „KlimaSail“ haben 180 Jugendliche aus Schleswig-Holstein sieben Tage lang auf der Ostsee den globalen Klimawandel und seine Auswirkungen erforscht. Mit an Bord waren auch 13 Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung und des azv-Südholstein. Begleitet wurden die Teilnehmer von Klimaforschern.

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21. November 2013, 18:58 Uhr

„Das Projekt zeigt, dass der globale Klimawandel und seine Auswirkungen keine Illusion sind, sondern konkret gemessen werden können“, erklärt Anja Vratny aus der Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg. Während der Projektwoche gab es drei Schwerpunkte: So konnten die Teilnehmer die Umweltveränderungen meeresbiologisch erforschen und lernten als Gruppe, ressourcen- und klimaschonend zu leben. Außerdem wurden den Teilnehmern die Zusammenhänge von Klimaungerechtigkeit erläutert und Ideen für eine faire Zukunft erarbeitet.

An Bord wurde vegetarisch gekocht. „Das war schon eine Umstellung. Aber wir haben viel über den mit der Lebensmittelproduktion verbundenen CO2-Ausstoß gelernt. Ich werde sicher nicht zum Vegetarier, aber ab jetzt mehr darauf achten, was ich esse und wo meine Lebensmittel herkommen“, sagt Marius Augstein, Auszubildender beim azv. Unter Anleitung einer Meeresbiologin haben die Auszubildenden außerdem verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt: „Mit Hilfe der Meeresbiologin haben wir feststellen können, dass der Wachstum von Algen stark zu genommen hat und damit das empfindliche Ökosystem beeinflusst“, erklärt Wiebke Maaß, Nachwuchskraft bei der Kreisverwaltung und Teilnehmerin des Projekts. „Ich würde gerne ein weiteres Mal an diesem Projekt teilnehmen und zusammen mit den Nachwuchskräften auch im Alltag versuchen, dem Klimawandel entgegenzuwirken“. „Ich könnte mir zwar nicht vorstellen, dauerhaft auf einem Schiff zu leben, habe aber viele neue und wichtige Erfahrungen gemacht und werde gewonnene Erkenntnisse auf meinen Alltag übertragen“, erklärt Marius Augstein.

Das Umweltprojekt KlimaSail bietet Jugendlichen die Möglichkeit, in Projektgruppen an Bord des Jugendbildungsschiffes „Zuversicht“ die Umweltveränderungen der Ostsee meeresbiologisch zu erforschen, zu lernen, als Gruppe miteinander klimaschonend zu leben und zu verstehen, wie Klimagerechtigkeit weltweit geschaffen werden kann. An „Open Ship“ Öffentlichkeitstagen haben die Jugendlichen die Bevölkerung über ihre gewonnen Erkenntnisse informiert.

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