Bürgeraktion : Klevendeicher wollen Breitband

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Das Internet wird ein immer wichtigerer Teil des gesellschaftlichen Lebens. Ob wir es beruflich nutzen, um unseren Kontostand abzufragen und Überweisungen online zu machen, für den Einkauf oder einfach nur zur Unterhaltung. Dabei kommt es besonders auf die Geschwindigkeit an, denn eine langsame Internetverbindung kann den Spaß an der Sache ganz schnell verfliegen lassen.

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25. Oktober 2011, 19:48 Uhr

So geht es auch den Moorregern im Gemeindeteil Klevendeich rund um Felix Treimer, die in der Nähe der Drehbrücke Neuendeich wohnen. Felix Treimer ist Webdesigner und damit beruflich auf ein schnelles Internet angewiesen. Auch die weiteren Anwohner nutzen das Internet nicht nur zum Spaß, sondern vor allem für die Arbeit. Sie haben sich zusammengeschlossen, um für eine bessere Anbindung ans weltweite Datennetz zu kämpfen.

Denn eine Lösung wäre durchaus möglich. Die „azv Südholstein Breitband GmbH“ plant zusammen mit dem Amt Moorrege die Verlegung eines Glasfasernetzes, das das Ende des Internet-Schneckentempos bedeuten würde. In Holm sind die Kabel verlegt, demnächst soll der Betrieb starten. In Appen ist das Vorhaben zwar gescheitert, doch in Heist wird fleißig weiter geplant.

Die Klevendeicher waren bei einer ersten Informationsveranstaltung im Juni im Neuendeicher Dörpshus. Auf der anderen Pinnauseite wird derzeit versucht, ausreichend Interessenten für die Realisierung des Projekts zu finden. „Es wäre schön, wenn wir an das Neuendeicher Netz angeschlossen werden“, so Dieter Buckesfeld. Recherchen der Bürger beim Kreis haben ergeben, dass es ein Leerrohr unter der Pinnau zwischen Neuendeich und Klevendeich gibt.

Mit einer Mail an das Amt haben die Bürger ihrem Anliegen Nachdruck verliehen. Erst kam die Antwort, dass Klevendeich in die Überlegungen einbezogen wird. Danach kam gar nichts mehr. Und eine Mail an die azv Südholstein Breitband GmbH – die Klevendeicher hatten sich bei der Neuendeicher Infoveranstaltung Visitenkarten besorgt – blieb unbeantwortet.

Ein weiteres Problem: Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) hatte der Breitbandinitiative des Amtes bisher immer eine Absage erteilt. Sein Dorf braucht so etwas nicht, so sein Ukas. Zwar soll Weinbergs Ablehnung nicht mehr so kategorisch sein, doch öffentlich hat er sich dazu nicht geäußert.

Vielleicht sorgen die Klevendeicher für ein Umdenken. „Ich verstehe nicht, warum es so schwierig ist, eine bestehende Möglichkeit nicht einfach zu nutzen“, so Dieter Buckesfeld. Er fordert, dass man sich zumindest mit den Rahmenbedingungen auf Seiten des azv auseinandersetzen soll.

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