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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 20:52 Uhr

Nutzungskonzept : Kleinod Knecht’sche Hallen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach der erfolgreichen Revitalisierung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses macht sich die Stadt daran, eine weitere Großimmobilie mit neuem Leben zu füllen: Gefördert mit Mitteln des Fonds Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) sollen kulturelle und privatwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten für die Knecht’schen Hallen erarbeitet werden. Gestern fiel der Startschuss.

Der größtenteils unter Denkmalschutz stehende Industriebau im Zentrum des 18 Hektar großen Sanierungsgebietes „Krückau - Vormstegen“ gehörte einst zu einer Lederwarenfabrik und ist heute im Besitz der Unternehmer-Familie Sachau (Teppich Kibek). Zuletzt wurden die heute leer stehenden Knecht’schen Hallen als Teppichlager genutzt und zeigen inzwischen deutliche Anzeichen eines fortschreitenden Verfalls.

„Die angedachte Nutzung ist der Traum vieler Bürger“, sagte Elmshorns oberste Stadtentwicklerin Silke Faber. Der Weg bis zur Realisierung eines Kulturzentrums mit Platz für Start-up-Unternehmen, Kreative, Bildungsanbietern und Kulturdienstleistungen könnte allerdings ein ebenso weiter wie steiniger werden.

Zwar steht schon fest, dass das Dortmunder Ingenieurbüro „STADTart“ bis Juni 2014 eine Machbarkeitsstudie erarbeiten wird, ob das dem Eigentümer der Knecht’schen Hallen dann aber auch gefällt, ist nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit allerdings eher fraglich. Bislang ist er an einer Zusammenarbeit mit der Stadt offenbar nicht interessiert, ließen die am Projekt Beteiligten während einer Pressekonferenz gestern durchblicken. Große Hoffnungen setzt Silke Faber in das Nutzungskonzept. „Es soll kulturell motiviert, aber wirtschaftlich tragfähig sein“, sagte sie. Darum wird sich das Büro „STADTart“ kümmern: „Wir arbeiten in drei Schritten. Einmal fragen wir uns, was es in Elmshorn im Bereich Kultur und Kreativwirtschaft bereits gibt. Dann erarbeiten wir eine Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsrechnung für ein Nutzungs- und Betreiberkonzept, und schließlich unterstützen wir Zwischenlösungen“, sagte Ralf Ebert. In den Prozess sollen die Bürger eingebunden werden, etwa durch Gespräche mit Kreativen und den Mitgliedern des Freundeskreises Knecht’sche Hallen. Über die Fortschritte kann sich jeder auf der Hompage der Stadt informieren. „Wir ermitteln dabei auch den Flächenbedarf und gehen der Frage nach, wie hoch zum Beispiel die Mieten in den Bürgerkulturhallen sein dürfen“, so Ralf Ebert.

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erstellt am 27.Jun.2013 | 17:44 Uhr

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