zur Navigation springen

Einweihung : Klappbrücke heißt nach Käpten Jürs

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dieses Top-Ereignis wird noch das ganze Wochenende gefeiert: Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ist gestern die so genannte Hafenspange eröffnet worden. Die 14 Millionen Euro teure ebenerdige Klappbrücke führt den Verkehr zukünftig um die Innenstadt herum und ist der Beginn einer Umgestaltung der Elmshorner City.

Vor einer großartigen Kulisse, für die vor allem die unzähligen Elmshorner Bürger und das tolle Wetter sorgten, lobte Ministerpräsident Torsten Albig die Brücke als einen Beitrag, Elmshorn freundlicher zu gestalten, aufzuwerten und modernes Wohnen in der Krückaustadt zu ermöglichen.

„Elmshorn macht sich selbstbewusst auf den Weg, die Verkehrsströme in der Innenstadt neu zu ordnen und die Stadt damit noch schöner und wohnlicher zu machen“, sagte Albig. Für ihn, so der Chef der Landesregierung weiter, sei es außerdem ganz wunderbar, endlich mal eine intakte Brücke zu sehen. „Nun dürfen Sie nicht versäumen, sich um die Unterhaltung der Brücke zu kümmern und dafür rechtzeitig Geld zurückzulegen“, mahnte er vor dem Hintergrund der Sanierung der Rader Hochbrücke.

Bürgermeisterin Brigitte Fronzek bezeichnete den Bau der Brücke als ein „zukunftsweisendes Projekt“ und ein „Beispiel gelungener Planung“. Sie bilde das neue Tor zum Hafen, der in den nächsten Jahren entwickelt werden solle. „Der innerstädtische Verkehr wird anders geleitet, die CO2-Belastung dadurch reduziert, die Attraktivität der Stadt erhöht und insbesondere die Innenstadt aufgewertet“, so Brigitte Fronzek.

Gleichzeitig bat sie die Bürger um Nachsicht, dass nicht alle Wünsche der verschiedenen Interessengruppen berücksichtigt werden konnten. „Die Autofahrer hätten gerne breitete Fahrspuren, die Fußgänger breitere Geh- und die Radfahrer breitere Radwege. Aber wir mussten Kompromisse eingehen, sonst wäre die Klappbrücke zwei bis drei Mal so teuer geworden.“

Ab sofort trägt die Hafenspange den Namen „Käpten-Jürs-Brücke“ und erinnert damit an einen der prominenten Bürger der Stadt. Jürgen Jürs (1881-1945) gilt als einer der letzten Kapitäne, die Frachtschiffe ohne Motorhilfe segelten. Außerdem umrundete er 66 Mal Kap Hoorn, auch jeweils ohne Hilfe eines Motors. Die Namenstafel enthüllten zwei Nachfahren des begnadeten Seefahrers.

Danach gehörte die Brücke der Jugend. 2500 Schülerinnen und Schüler weihten sie im Rahmen des AOK-Lauftages ein. „Unsere Zukunft nimmt die Brücke in Besitz“, sagte Torsten Albig.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Sep.2013 | 20:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert