zur Navigation springen

Landdrostei widmet : Klähn: Die Natur als ordnende Kraft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zur Eröffnung der Ausstellung „Himmel und Erde“ des Hamburger Künstlers Wolfgang Klähn wird am Sonnabend, 15. Februar, in die Landdrostei, Dingstätte 23, eingeladen. Anlässlich seines 85. Geburtstages wird Klähn mit einer Einzelausstellung geehrt. Dem Besucher werden Landschaftsaquarelle und – zeichnungen, ein Zyklus von Sylt Bildern und Bibelzeichnungen präsentiert, von denen einige großformatig sind und Auferstehungsbilder genannt werden.

Wolfgang Klähn war naturwissenschaftlich interessiert und hatte sich als junger Mann heimlich in Biologie -Vorlesungen der Universität Hamburg geschlichen. Er sah den Menschen in der Verantwortung zur Bewahrung der Natur, bereits zu einer Zeit, bevor die Umweltverschmutzung thematisiert wurde. Der Künstler hat sich der Abstraktion verweigert, anders als seine zeitgenössischen künstlerischen Kollegen. Allerdings orientierte sich Klähn in seiner Entwicklung an der „innovativen Kunst und der abstrakten Malerei Klees und Kandinskys“. Klähn wollte durch seine Kunst das „Geheimnis Leben packen“. Es war ihm wichtig, „Lebendiges darzustellen“, die Natur als ordnende Kraft.

Das Aquarell war die bevorzugte Technik des Malers. Es gelang Klähn durch eine Lasurtechnik eine „innere Lichtquelle“, die seine Aquarelle von innen leuchten lassen, zu finden. Inspiriert hatten den Künstler die Fensterbilder der Kathedrale im französischen Chartes, die aber „nicht aus sich selbst heraus leuchten, sondern weil das Licht durch sie hindurch scheint“, so Klähn.

Seine Bibelzeichnungen, die in den späten 70er Jahren entstanden, stellen einen ganz eigenen Werkkomplex dar. Er gestaltet sie mit zügigen, schwarzen Federstrichen. Klähn zeigt Szenen des Alten und Neuen Testaments, sie sind für ihn „Synonyme für Ereignisse einer eigenen Bewährung.“ Das Werk Klähns umfasst nicht nur das Bildnerische. Auch das Wort spielt eine gewichtige Rolle bezüglich der Würdigung des Lebens.

Drei Lyrikbände sind von ihm, vielfach sind seine Zeichnungen auch mit Versen versehen. Die meisten der gezeigten Arbeiten sind Leihgaben der Stiftung Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Klähn wurde hier im vergangene Jahr in der Galerie der Gegenwart neben Horst Jans- sen und Hans Wimmer ein Kabinett gewidmet.

Der stellvertretende Direktor der Landesmussen Dr. Thomas Gädeke wird um 16 Uhr eine Einführung geben. Außerdem sprechen die Leiterin der Drostei, Stefanie Fricke und Kreispräsident Tiemann. Klavierwerke von Wolfgang A. Mozart und Kompositionen von Wolfgang Klähn spielt zur Umrahmung der Vernissage, Andrea Benecke.

Öffnungszeiten der Drostei: Mi.-So. 11-17 Uhr. Die Schau ist bis zum 30. März zu sehen. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Sonst beträgt der Eintritt: 3 erm. 1,50 Euro.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Feb.2014 | 18:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert