zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 00:14 Uhr

Kreisjugendring : KJR will Flüchtlingen helfen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Brandaktuell, engagiert, kritisch und dennoch konstruktiv – so fasste der Vorsitzende des Kreisjugendringes Pinneberg, Andreas Dirbach, beim gestrigen Neujahrsempfang die Ziele und das zusammen, was dem Verein unter den Nägeln brennt. Vor allen Dingen ging es um die Integration der Flüchtlinge im Kreis. „Wir wollen und können unseren Teil als Kreisjugendring dazu beitragen.“ Der Kreisjugendring habe mit seinen rund 300 Mitgliedern zwar nicht das Allheilmittel gegen Ausgrenzung und Gewalt parat, aber vergegenwärtige sich immer wieder, worauf die Deutschen mit ihrer freiheitlich-demokratischen Grundordnung stolz sind und was auch ihre Pflicht sei: Menschlichkeit und Nächstenliebe. Das dürfe mit dem Ruf nach härterem Durchgreifen und Obergrenzen nicht aufgegeben werden. Spätestens nach den Übergriffen an Silvester in Köln, Hamburg, Stuttgart und Helsinki sei die Debatte über pauschale Verurteilung von Menschen ausgelöst. Die Täter bezeichnete Dirbach schlichtweg als abscheuliche Kriminelle, egal ob sie einen deutschen Personalausweis oder einen Aufenthaltstitel haben.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2016 | 21:36 Uhr

Wie der Kreisjugendring helfen kann, die Hürden der Ausgrenzung beiseite zu schaffen, dazu gebe es eine „Idee“, aber keinen Masterplan, der die vielen guten Ansätze zur Integration, die die Kreisverwaltung vorgelegt hat, ergänzen könnte.

Warten, dass jemand kommt, und die Türen offen halten, reiche nicht aus, so Dirbach. Der Kreisjugendring und all seine Mitgliedsverbände müssten auf die Flüchtlinge zugehen. Und genau da setze die Arbeit des Kreisjugendringes an, dazu wolle er Konzepte und Ideen entwickeln. Das komme nicht nur den Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern und Kulturkreisen zugute, sondern auch den hier geborenen, denen die Vorteile unserer gesellschaftlichen Grundprinzipien bisher noch nicht klar gemacht wurden. Es gelte, die vielen Vereine und Verbände im Kreisjugendring, die seit Jahrzehnten dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche Spaß und Freude erleben, zu unterstützen, gerade vonseiten der Politik her.

In dem Sinne fasste auch Kreisjugendring-Geschäftsführer Ingo Waschkau das zusammen, was sich vor dem Empfang in den Räumen des Kreisjugendringes zugetragen hatte: Vertreter von Vereinen und Verbänden hatten zusammen mit jungen Flüchtlingen aus Rellingen erste Gespräche geführt, deren Alltag in den Unterkünften erfahren, was in der Kommunikation schief läuft, wo Grenzen überschritten werden und in welchen Situationen Flüchtlinge aber auch Deutsche ins Fettnäpfchen springen.

„Klar geworden ist uns dabei, dass der persönliche Kontakt das Allerwichtigste ist. Von alleine kommt keiner“, so Waschkau. Und um ein Netzwerk dafür zu schaffen, habe gerade der Kreisjugendring alle Mittel. Für Montag, 25. Januar, sind Willkommensteams nach Barmstedt eingeladen, um die Organisation solcher Kontakte in die Wege zu leiten. Beginn in der Düsterlohe 5 ist um 18.30 Uhr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert