zur Navigation springen

Sondersitzung : Kita-Neubau kostet 1,6 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir haben eine neue Lösung“, verkündet Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU). Der Neubau des Kindergarten neben der Haseldorfer Grundschule soll ein wenig größer werden. Dafür kostet er jetzt 1,6 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2012 | 20:47 Uhr

Es war jedoch ein weiter Weg bis zu dieser Lösung. Fast drei Stunden tagten die Gemeindevertreter aus Haseldorf und Haselau hinter verschlossenen Türen. Grund: Nach der Ausschreibung der meisten Gewerke war der Preis von 1,4 auf 1,56 Millionen Euro gestiegen (die UeNa berichteten). Da die beiden Gemeinden jedoch einen Höchstpreis von 1,4 Millionen Euro vertraglich festgeschrieben hatten, musste noch einmal entschieden werden.

Architekt Karsten Thee hatten den Auftrag von den Politikern bekommen, die Angebote noch einmal nachzurechnen und Einsparpotenziale zu suchen. Er wurde fündig – etwa hatte ein Handwerker sich verrechnet, und zwar zu seinen Ungunsten – und am Ende stand eine Summe von 1,489 Millionen Euro.

Dieser „kleinen Lösung“ stand eine neue und „große Lösung“ gegenüber. Sie hätte mehr Platz für die Kinder, aber auch eine Kostensteigerung auf 1,64 Millionen Euro bedeutet. Tagten die Gemeindevertreter aus beiden Dörfern anfangs zusammen, so berieten sie nun getrennt. Die Politiker kamen danach mit unterschiedlichen Voten wieder zusammen. Während sich die Haselauer für die kleine Lösung aussprachen, plädierten die Haseldorfer für die große. Es schloß sich eine Diskussion an, während der es nach Aussagen von Teilnehmern teilweise sehr rustikal zugegangen sein soll. Lange sah es nicht danach aus, dass eine gemeinsame Entscheidung gefunden werden konnte.

Für die sparsame Lösung sprach, dass es noch weitere Kostensteigerungen geben könnte. So sind die Arbeiten an den Außenanlagen und die Kita-Einrichtung noch nicht ausgeschrieben. Ferner ist nicht klar, ob der Verkauf des alten Kindergartens in Haselau wirklich wie geplant 100000 Euro erbringt.

Für die größere Lösung hatte sich die Leiterin des neuen Kindergartens ausgesprochen. Sie war es auch, die einen Kompromiss möglich machte. Auf Initiative von Haseldorfer Gemeindevertretern wurde die Erzieherin zu der Sitzung gebeten. Die zukünftige Kita-Chefin bejahte die Frage, ob sie mit einem Kompromiss leben könnte. Die Lösung: Der neue Kindergarten wird größer geplant, allerdings nicht so umfangreich, wie von den Haseldorfern befürwortet.

Ein Teil des Gebäudes soll nun um 3,5 Meter gegenüber den ursprünglichen Planungen verlängert werden, erklärt der Haselauer Bürgermeister. So wird ein zusätzlicher Raum geschaffen, der für Sonderpädagogik, Besprechungen und als Rückzugsraum genutzt werden kann. In den 1,6 Millionen Euro sind auch die Kosten im Bereich Entsorgung eingerechnet worden, die erst vor Kurzem aufgetaucht waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert