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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 04:56 Uhr

Visitation : Kirchenkreischef in Wedel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Propst Thomas Drope hat das ehrenamtliche Engagement der Wedeler Bürger für die Flüchtlinge gelobt. „Die Stadt Wedel steht für mich für ein beeindruckendes soziales Engagement“, sagte der Chef des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein während eines Treffens mit Bürgermeister Niels Schmidt und dem Vorsitzenden des Friedhofsausschusses, Werner Ballendat.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2015 | 17:24 Uhr

Eine Woche lang besuchte Drope zusamen mit Kirchenkreisrätin Elke Wrage im Rahmen der traditionellen Visitationen die Kirchengemeinde in Wedel und deren Außenstelle in Holm, sprach mit Pastoren, Erziehern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. 24 Gemeinden gehören zu Dropes Kirchenkreis, und Ziel ist es, sie alle mindestens einmal während seiner Amtszeit zu besuchen. Dabei geht es heute weniger um Dienstaufsicht als vielmehr um einen fachlichen Austausch und eine bessere Vernetzung der Kirchenkreisführung mit den Kirchengemeinden.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Niels Schmidt und Werner Ballendat stand neben der aktuellen Flüchtlingspolitik auch die veränderte Bestattungskultur und die damit einher gehende veränderte Entwicklung der Grabflächen auf Wedeler Friedhöfen. Hintergrund: Seit etwa zehn Jahren geht die Zahl der Erdbestattungen auf den drei Wedeler Friedhöfen kontinuierlich zurück, während die Zahl der Urnenbegräbnisse steigt.

Hinzu kommen immer kürzere Nutzungszeiten für eine Grabstelle. War es vor einigen Jahren noch üblich, dass Gräber von den nachfolgenden Generationen übernommen und weiter gepflegt wurden, werden Grabstellen heute oftmals nicht mehr verlängert und somit deutlich früher eingeebnet. Die Folge sind neben geringeren Einnahmen vor allem ungenutzte Flächen auf den Friedhöfen. „Das ist ein Thema, das Kirche und Stadt in Zukunft stärker beschäftigen wird“, sagte Rathaussprecherin Stefanie Bossen.

Drope und Schmidt verständigten sich während des Treffens außerdem darauf, die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Kirche weiter zu intensivieren. Beide Seiten hoben das gute Miteinander der verschiedenen Religionen und die Kultur der Offenheit in Wedel hervor. Dropes Besuch endete mit einem Festgottesdienst.

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