Wettbewerb : Kira ist auch Landes-Beste

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Als Siegerin des Schul- sowie Kreis- und Bezirksentscheids im Wettbewerb „Schölers leest Platt“ hatte die Fritz-Reuter-Schülerin Kira Schubert bereits unter Beweis gestellt, wie ausdrucksstark sie op Platt vortragen kann.

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19. Juni 2014, 19:37 Uhr

Nun hat die Viertklässlerin auch beim Landesentscheid im Rendsburger Kulturzentrum ausgerichtet wurden, in ihrer Altersklasse den ersten Platz belegt. Fünf Teilnehmer hatten sich in der Gruppe der Dritt- und Viertklässler für den Endausscheid qualifiziert. Das Los entschied, dass Kira als zweite Vorleserin an der Reihe war und das Los entschied, dass sie aus dem Wettbewerbs-Heft die Geschichte „Pilzmahltiet“ von Heike Hannig vorzutragen hatte. Und das im Vergleich zu den Wettbewerben an der Schule und auf Kreis- und Bezirksebene erstmals mit Mikrophon.

„Kira war natürlich aufgeregt, aber das hat man ihr nicht angemerkt. Sie war sehr souverän und hat toll gelesen. Alle Achtung!“, so das Lob ihrer Deutschlehrerin Ingke Eggerstedt. Sie begleitete Kira nach Rendsburg und drückte die Daumen.

Auch Lehrerin Sabine Waller, Plattdeutsch-Beauftragte an der Fritz-Reuter-Schule, sowie die ehrenamtlichen Plattdeutsch-Betreuer Karsten-Uwe Stolz und Manfred Göttsch, die mit Kira zweimal in der Woche das Vorlesen ob Platt geübt und ihr Lese- und Sprachtalent gefördert haben, waren mitgereist und freuten sich über den tollen Erfolg des im Alltag nicht plattdeutsch sprechenden Mädchens. Die Uetersenerin Johanna Kastendieck, bekannt als ehemalige Frontfrau der Gruppe „Liekedeler“, Autorin plattdeutscher Texte, Förderin der plattdeutschen Sprache und unter anderem aktives Mitglied in der Kulturgemeinschaft Tornesch, saß mit in der Jury des Landeswettbewerbes und war begeistert von allen Teilnehmern. „Das Leseniveau war sehr hoch“, sagte sie.

Und sie freut sich, dass die Tornescherin Kira Schubert den Kreis Pinneberg so würdig und erfolgreich mit einstimmigen Juryvotum vertreten hat. „Uns Platt warrt nich ünnergahn“, so Johanna Kastendieck.

Hohes Niveau beim Vorlesen op Platt

Der Landeswettbewerb „Scholers leest Platt“ stand diesmal unter dem Motto „Platt – Ik bün dorbi“. Bei der Abschlussveranstaltung in Rendsburg waren 14 Kinder und Jugendliche der Altersgruppen 3. und 4. Klasse, 5. bis 7. Klasse und 8. bis 10. Klasse „dorbi“. Sie mussten jeweils fünf Texte aus dem Leseheft beherrschen. Vor Ort wurde ausgelost, welcher Text von den einzelnen Teilnehmern zu lesen war.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Lornz Lorenzen (NDR 1 Welle Nord). Mit musikalischen Beiträgen von Klaus Irmscher und einem kleinen Theaterstück der Jugendgruppe der Süseler Bühne wurden die Leserunden bereichert.

„Schölers leest Platt“ wird seit 35 Jahren alle zwei Jahre vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) mit den Sparkassen, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Büchereizentrale Schleswig-Holstein unter der Schirmherrschaft des Bildungsministeriums veranstaltet und ermöglicht Tausenden von Schülern Einblick in die niederdeutsche Sprache, die zur Kultur Schleswig-Holsteins gehört.

„Es hat mir viel Freude bereitet, die ausgezeichneten Leseleistungen der jungen Plattleser zu erleben“, sagte Dr. Jörn Biel vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund, der gemeinsam mit Jury-Sprecher Heiko Gauert, Gyde Opitz vom Sparkassen- und Giroverband sowie dem Leiter der Büchereizentrale Schleswig-Holstein Heinz Jürgen Lorenzen allen Teilnehmern Anerkennung zollte. Als Landessieger wurden neben Kira Schubert (Altersklasse 3. und 4. Schuljahr) geehrt: Christine Moeckelmann aus Lentföhrden (5. bis 7. Schuljahr) und Weda Albertsen aus Immenstadt (8. bis 10. Schuljahr).

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