zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 22:20 Uhr

Grundschule : Kinder zapfen selbst

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die meisten Kinder schleppen jeden Tag volle Trinkflaschen zur Schule. Doch die Gefäße sind schwer und können auslaufen. An heißen Tagen sind sie schnell ausgetrunken.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 21:10 Uhr

Die Heidgrabener Kinder haben diese Probleme nicht. Sie bringen morgens leere Trinkflaschen in die Schule mit. Vor dem Unterricht füllen sie sie im Foyer auf. Dort steht ein Spender, der an die Hausleitung angeschlossen ist und das Kranwasser filtert. Die Kinder können wählen, ob sie es still, lauwarm und sprudelnd oder gekühlt mit Kohlensäure abzapfen.

„Ich bin ganz stolz darauf“, sagte Schulleiterin Ingeborg Liebich. Bei den Kindern sei der Spender sehr beliebt.

Die Uetersener Firma Konzept Tafelwasseranlagen stellte ihn auf und schenkte jedem Schüler eine 0,5-Liter-Tritan-Flasche aus Plastik ohne gesundheitsschädliche Weichmacher. Die Lehrer erhielten Ein-Liter-Gefäße. Klassenweise führten sie die Kinder in die Bedienung des Apparates ein. „Es klappt wunderbar“, sagte Liebich.

Das Gerät kostete etwa 3000 Euro, die vierteljährliche Wartung jeweils 90 Euro. Fünf Sponsoren finanzieren das Projekt: Die Uetersener Haspa steuerte Mittel aus der Peter-Mählmann-Stiftung bei. Die Gemeinde Heidgraben übernahm die Klempnerarbeiten. Der Round Table Elmshorn bezahlt für ein Jahr die Wartung. Auch der Schulverein und die Firma Konzept Tafelwasseranlagen zählen zu den Unterstützern. Die Eltern müssen pro Halbjahr einen Wasser-Euro entrichten.

Da das Wasser aus der Leitung kommt und gefiltert wird, ist es gesund und keimfrei. Zudem lassen Susanne Ziemer und Heike Schultz, die Betreuer der Offenen-Ganztags-Gruppen, an jedem Morgen die abgestandenen Liter ab und desinfizieren den Auslauf. Von öffentlichen Spendern mit Kanistern rät Marina Malecha, Inhaberin von Konzept Tafelwasseranlagen, dagegen strikt ab. An der Oberkante bilde sich Schwitzwasser, in dem sich durch die Umgebungswärme Keime bilden, die mit dem Kondensat in das Trinkwasser tropfen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert