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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 02:16 Uhr

Feier : Kinder lernen Klimaschutz besser

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Manch einer zweifelt noch immer daran, dass sich die Erdatmosphäre erwärmt. Doch in Schleswig-Holstein belastet der Klimawandel längst die öffentlichen Kassen. Das berichtete Umweltminister Robert Habeck gestern in der Hetlinger Mehrzweckhalle vor rund 120 Gästen. Er zeichnete 20 Kindergärten aus Norderstedt sowie den Kreisen Pinneberg und Steinburg dafür aus, dass sie im Zuge des Modellprojekts „KITA 21 – Die Klimaretter“ Kindern einen nachhaltigen Lebensstil vermitteln. Habeck zufolge investiert das Land zum Beispiel in die Deichverstärkung jährlich 70 Millionen Euro. „Es gibt Berechnungen, ab wann sich die Pumpleistungen nicht mehr rechnen“, sagte er. Auch angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen sei der Klimaschutz nötig. Erst am Dienstag berichtete eine Delegation aus Kenia ihm von dem mühsamen Kampf gegen den zunehmenden Wassermangel.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 20:43 Uhr

Die Umweltbildung in den Kindergärten ist nach Habecks Ansicht der beste Weg im Kampf gegen den Klimawandel. „Wir müssen neue Denkmuster einführen“, sagte er. Demgegenüber sei die technische Aufrüstung teuer und ziehe ökologische Nachteile sich. Verzicht zu predigen sei schwer. Den armen und den reichen Teil der Welt aufeinander prallen zu lassen, sei keine Lösung. Dagegen würden die in der Kindheit vermittelten Werte einen Menschen sein gesamtes Leben über begleiteten.

In dem Projekt „KITA 21“ beschäftigen sich Kinder spielerisch mit Themen wie Mobilität, Energie, Ernährung, Abfallvermeidung und biologischer Vielfalt. Der Kreis Pinneberg und der azv Südholstein riefen es ins Leben und setzen es zusammen mit der Save-Our-Future-Umweltstiftung um. Die dreijährige Modellphase endet nun. In der Zeit übernahm die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest 100000 Euro, der azv Südholstein 150000 Euro. Das Projekt soll fortgesetzt und in der Bildungslandschaft fest verankert werden. Als Trägerin steigt auch die Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GAB) in Tornesch ein, die bald eine Förderung bei der AktivRegion beantragen will.

Kita Elb-Arche

Die 95 Kinder der evangelisch-lutherischen Kita Elb-Arche in Haseldorf beschäftigten sich fünf Monate lang mit dem Thema „Wasser – ein kostbares Gut“. Sie lernten den Wasserkreislauf kennen, maßen Niederschlagsmengen und besuchten das Klärwerk in Hetlingen. Die Kita nahm erstmals an dem Projekt teil.

DRK-Kita Hetlingen

Unter der Leitfrage „Wo wächst die Wurst?“ erforschten die Kinder der DRK-Kita Hetlingen, wie sich der Ernährungsstil auf das Klima auswirkt. Auf Weltkarten verfolgten sie Transportwege. Sie legten Hochbeete an, kochten gemeinsam, testeten den Geschmack unterschiedlicher Apfelsorten und besuchten ein Kindermuseum.

DRK-Kita Tornesch

Als Bodendetektive schwärmten die Kinder der DRK-Kita Tornesch-Friedlandstraße aus. Sie nahmen Proben aus dem Erdreich. Eine Gruppe untersuchte den Boden als Lebensraum für Tiere, eine andere fand darin Samen und säte sie aus. Die Kinder bauten ein Insektenhotel und führten einen monatlichen Müllsammeltag ein.

DRK-Waldzauber

Die 19 Mädchen und Jungen des DRK-Waldkindergartens „WaldZauber“ in Moorrege bauten Hochbeete und bestellten ein Gemüsefeld. Sie lernten unterschiedliches Saatgut sowie einen Saisonkalender kennen und führten ein Kräutertagebuch. Außerdem legten sie einen Acker als Nahrungsquelle für Wildtiere an.

DRK-Kinderhaus

Einen Nutzgarten legten die Mädchen, Jungen und Eltern des DRK-Kinderhauses Moorrege an. Sie bauten Hochbeete und einen Komposthaufen. Einige Pflanzen zogen sie auf Fensterbänken. Bei „Philosophier-Runden“ sprachen sie über Abfallverwertung sowie unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten.

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