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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 22:16 Uhr

Fußball : Keller-Derby in fünf Minuten gedreht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Blitztabelle der Kreisliga 8 waren die 1. Herren des TV Haseldorf am Sonntag von 13.45 Uhr bis 14.40 Uhr bis auf fünf Punkte an den rettenden 13. Rang, den die 1. Männer des Moorreger SV belegen, herangerückt – weil sie im Keller-Derby gegen Moorrege mit 1:0 führten. Dann schossen die Gäste in den letzten fünf Minuten im Schlosspark-Stadion noch zwei Tore. Und nach ihrer 1:2-Heimpleite liegen die Haseldorfer nun elf (!) Zähler hinter dem rettenden Ufer.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 21:31 Uhr

„Das hat sehr weh getan“, sagte TVH-Trainer Ralf Huckfeldt. MSV-Coach Arne Frank hatte „großes Mitgefühl“ für die benachbarten Haseldorfer: „Jeder Sportler kann nachvollziehen, wie bitter dieser Spielverlauf für sie war – da gab es von uns definitiv keine Häme!“

Die Partie war von der ersten bis zur letzten Minute heiß umkämpft, spielerische Höhepunkte waren Fehlanzeige. „Das war auch nicht anders zu erwarten“, sagte Frank. Auf beiden Seiten gab es nur wenige torgefährliche Szenen. Die beste Gäste-Gelegenheit vergab Marvin Hoffmann, der am langen Pfosten freistehend einen Seitfallzieher klar vorbei setzte. Ein Fernschuss des Haseldorfers Johannes Scheck landete sogar im Seiten-Aus ... Kurz vor der Pause nahmen die Moorreger Björn Spriestersbach und Sven Robin Mewes dann vollkommen unnötigerweise Joschua Heinsohn in die Zange. Dies führte zu einem Elfmeter, den Joris Justin Lüchau zum 1:0 verwandelte (43.). Frank: „Das war die Krönung einer von uns vollkommen fehlgeleiteten ersten Hälfte, in der wir nichts von dem umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten!“

Im zweiten Durchgang kam zwar weiterhin kein Spielfluss auf, die Gäste agierten nun aber „bissiger sowie aggressiver“ und „kämpften sich in die Haseldorfer Spielfeldhälfte herein“, so Frank. Huckfeldt urteilte: „Das einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir einige Konter nicht sauber genug zu Ende gespielt haben, um auf 2:0 zu erhöhen!“ In der 86. Minute klemmte Hoffmann, umringt von drei Haseldorfern, liegend den Ball zwischen seinen Beinen ein. „Er hat den Ball blockiert, es hätte einen Freistoß für uns geben müssen“, so Huckfeldt. Doch Schiedsrichter Andreas Stuck hatte ein Foul an Hoffmann gesehen und entschied auf Freistoß für die Gäste. Den von Hoffmann flach getretenen Ball fälschte die TVH-Abwehrmauer entscheidend ab und es stand 1:1. Nun wollten die Gäste mehr: Als Martin Skowronek nach einer Linksflanke von Hoffmann einen Flugkopfball abgab, parierte TVH-Torwart Florian Schuldt diesen überragend. Doch in der Schlussminute schoss Paul Sarapata von halbrechts aus mithilfe des linken Innenpfostens zum 1:2-Endstand ein.

„Wir haben nach der Pause den nötigen Willen gezeigt, aber auch Glück gehabt“, sagte Frank. Huckfeldt haderte: „So zu verlieren, hatten wir nicht verdient!“

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