Bundeskanzlerin : „Kekke“ Frauen ausgezeichnet

4090263_800x556_538f60d2b9355.jpg

Große Ehre für Dörthe Bräuner und Leena Molander! Im Bundeskanzleramt sind die beiden Initiatorinnen der Selbsthilfegruppe „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“ (KEKK) ausgezeichnet worden. Die Holmerinnen haben erfolgreich beim Wettbewerb „startsocial“ mitgemacht, dessen Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.

shz.de von
04. Juni 2014, 20:07 Uhr

„Etwas aufgeregt und sehr stolz“ waren sie, berichtet Dörthe Bräuner. Schließlich ist es nicht alltäglich zu einer Veranstaltung nach Berlin eingeladen zu werden, an der die Kanzlerin teilnimmt. Und dass sogar in der News-Show eines Privatsenders über die Auszeichnungsfeier berichtet wurde, haben sie zufrieden registriert. „Wir freuen uns, denn die Preisverleihung ist eine Anerkennung unserer Arbeit“, steht für Dörthe Bräuner fest. KEKK wurde 2011 von den Beiden gegründet. In der Selbsthilfegruppe können sich jüngere Mütter und Väter austauschen, die an Krebs leiden. Ihre Nöte, Sorgen und Ängste unterscheiden sich von denen älterer Erkrankter, wissen sie aus eigener Erfahrung. Mit Hilfe des DRK-Kreisverbandes wurde 2103 „KEKK Cares“ gestartet. Über diese Organisation werden Paten zur Unterstützung in Familien mit einem krebskranken Elternteil geschickt.

260 Initiativen und Vereine hatten sich anfangs an dem Wettbewerb beteiligt. Sie bewarben sich um eine Stipendium bei startsocial. Ziel ist der Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und sozial engagierten Menschen.

Der Verein „startsocial – Hilfe für Kinder“ war auf Initiative des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder gegründet worden. Hauptsponsoren dieses Wettbewerbs sind die Unternehmen Allianz, Deutsche Bank, Atos, ProSiebenSat.1 Media AG sowie McKinsey & Company. Die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements ist das Ziel der Konkurrenz. 85 Vereine und Initiativen wurden für den ersten Schritt nominiert, unter ihnen die Holmerinnen. Für eine dreimonatige Beratung durch qualifizierte Berufstätige aus Privatwirtschaft, öffentlichem und sozialem Sektor wurden sie nominiert. Ziel war es, die Projektidee weiterzuentwickeln.

„Wir wären nicht da, wo wir heute sind“, steht für Leena Molander fest. Strukturierter und organisierter gehen sie jetzt vor. Und während eines Workshops hätten sich viele hilfreiche Kontakte ergeben, erinnert sich Dörthe Bräuner. Durch den Austausch ergaben sich viele neue Ideen.

Aus diesen 85 sozialen Initiativen der Beratungsphase wurden dann die 25 überzeugendsten von einer Jury zur Auszeichnung vorgeschlagen. Sie sind zum jetzigen „Finale“ nach Berlin eingeladen worden. www.startsocial.de u kekk.beepworld.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert