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Krebskranke Eltern kleiner Kinder : KEKK Cares sucht Familien-Paten

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auch Helfer brauchen manchmal Unterstützung. Zu einer Spendenübergabe waren Dörthe Bräuner und Leena Molander von „KEKK Cares“ ins Haus der DRK-Vorsitzenden Conny Frohnert gekommen. 500 Euro nahm die karitative Organisation beim Erntedankfest ein. Traditionell wird dies einer Organisation im Dorf gespendet. „Hervorragende Arbeit“ würden die Initiatorinnen der Selbsthilfegruppe „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“ leisten, so die DRK-Chefin.

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erstellt am 18.Nov.2014 | 21:36 Uhr

Die Übergabe verbanden die Holmerinnen mit einem Aufruf: „Wir sind auf der Suche nach Paten, die bereit sind, sich in Familie zu engagieren, in denen ein Elternteil erkrankt ist.“ Denn Leena Molander und Dörthe Bräuner kennen diese Situation aus eigener Erfahrung. Nach ihrer Heilung wollten sie etwas tun und gründeten die Selbsthilfegruppe. Sie seien immer wieder um Angebote gebeten worden, die über diese Aktivitäten hinaus gingen, erklären sie. Doch das sei bei einer Selbsthilfegruppe nicht möglich gewesen. Daraus entstand 2013 KEKK Cares. Paten gehen in die Familien, in denen ein Elternteil erkrankt ist. Sie entlasten die Erwachsenen. Die sagen, was gebraucht wird. Die Unterstützer machen zum Beispiel mit den Kindern Schularbeiten, gehen in den Tierpark oder trösten einfach nur. „Die Mädchen und Jungen kommen in dieser schwierigen Familiensituation oft zu kurz“, so Leena Bräuner.

Über die Berichterstattung in den Tageszeitungen erfahren viele der betroffenen Eltern von den beiden Holmerinnen. Kontakt wird aber auch über Internet, Mund-zu-Mund-Propaganda, Ärzte, Kindergärten, Schulen, die DRK-Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen oder die KEKK-Internetseite aufgenommen.

Kreisweit in zehn Familien sind derzeit Helfer eingesetzt. Dörthe Bräuner und Leena Molander koordinieren den Einsatz. Elf Paten gibt es. Manche brauchen zwischen den Einsätzen eine Auszeit. „Die Paten bleiben länger in den Familien, als wir es anfangs erwartet haben“, erkärt Leena Molander.

Als Beispiel nennen die beiden eine Familie, die Anfang des Jahres um Hilfe bat. Die Mutter verstarb, doch der Pate besucht die Familie immer noch. „Sie ist wie eine Ersatz-Oma, die sich die Sorgen und Nöte der beiden Kinder anhört“, berichtet Dörthe Bräuner. Für die Arbeit der Paten gebe es tiefste Dankbarkeit. Ohne ihren Einsatz wüssten die Eltern oft nicht, wie sie das alltägliche Leben regeln könnten.

Wer sich bei KEKK Cares einbringt, kann kontinuierlich Fortbildung in Anspruch nehmen. Eine Supervision ist obligatorisch. Lebenserfahrung und Erfahrung im Umgang mit Kindern sind wichtige Voraussetzungen. Auch Paten können in Situationen kommen, in denen sie nicht weiter wissen. Dann wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Wer sich für die Aufgabe interessiert, kann sich über die Telefonnummern 0151/ 22724906 (Leena Molander) und 0151/22726347 (Dörthe Bräuner) melden. www.kekkcares.beepworld.de

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