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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 11:54 Uhr

Treffen : Keiner hat gefehlt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Alles, was Rang und Namen hatte, war zugegen, auf dem Neujahrsempfang des Kreisjugendrings in Barmstedt. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Vereinsleben zeigten mit ihrer Anwesenheit, dass ihnen die Jugendarbeit im Kreis Pinneberg am Herzen liegt.

Es sollte eine Veranstaltung für den gegenseitigen Austausch, für das Gespräch sein, keine Plattform für Redner. Und so blieb es dann auch bei der Rede des Ersten Vorsitzenden des Vereins, Andreas Dirbach, der zunächst den ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern großen Respekt zollte, ohne die vieles nicht möglich wäre. Dirbach ging dann vor allem auf das Jugendhilfegesetz ein, dessen Anspruch ja ist, zu fördern und zu unterstützen, bevor etwas passiert und nicht nur zu helfen, wenn schon etwas schiefgelaufen ist. Nur weil überall Geld fehle, dürfe in der außerschulischen Jugendarbeit nicht gespart werden. Kein frommer Wunsch Dirbachs, sondern die Aussage eines Rechtsgutachtens des Juristen Reinhard Wiesner, der als Vater des Sozialgesetzbuches Achtes Buch (Kinder- und Jugendhilfe) gilt und der überdies Herausgeber des bei Jurastudenten nur als „Wiesner“ bezeichneten juristischen Gesetzeskommentars des SGB VIII ist. Das Gutachten trifft die klare Aussage, dass leere Kassen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe nicht von ihrer Förderpflicht befreien. Es handele sich, so das Gutachten, keineswegs um eine freiwillige Leistung, wie sie von vielen gerne gesehen wird. Eine Abweichung von dieser Verpflichtung lässt sich nicht mit einer etwaigen kommunalen Finanznotlage begründen. Dirbach verglich die Generationen von morgen mit einem Investmentfonds: „Nirgendwo anders bekommt Ihr eine so hohe Rendite“, sagte er. Zur Unterstützung der Jugendarbeit wurden Lose verkauft; daneben konnten die schon vor Beginn der Rede begonnenen Gespräche weitergeführt werden.

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von
erstellt am 13.Jan.2014 | 21:34 Uhr

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