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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 00:57 Uhr

Dana Lebensstil : Keine Wohnungen für Senioren

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Ende standen sich die Kontrahenten kompromisslos gegenüber. Mit den Stimmen von CDU und FDP ist das Projekt der Dana Senioreneinrichtungen GmbH abgeschmettert worden, ein Betreutes Wohnen in Appen zu schaffen. Nur die SPD – sie hatte die Idee einst initiiert – stimmte für „Dana Lebensstil“ auf dem Grundstück an der Hauptstraße, auf dem derzeit noch der Schlecker-Markt steht. Gemeinsam tagten die Gemeindevertretung, der Bauausschuss, sowie der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2012 | 22:44 Uhr

„Wir wollen die Mittelschicht bedienen“, hatte Dana-Geschäftsführer Dr. Yazid Shammout anfangs Werbung für das Konzept gemacht. Durch die Entwicklung eines Prototyps mit 16 bis 18 Wohnungen sei es gelungen, „die Bedürfnisse der Senioren zu erfüllen, ohne eine große Residenz zu bauen.“ 48 konkrete Anfragen seien bei der Dana eingegangen, so Dr. Shammout, 32 kämen von Appenern. „Wir sind für das Konzept, aber nicht an diesem Standort“, erklärte der CDU-Faktionsvorsitzende Hans-Peter Lütje. Mit einer Firsthöhe von 16 Metern sei es „ein gewaltiges Gebäude“ im Dorfmittelpunkt. Dies kritisierte auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Jutta Kaufmann. Sie regte an, dass statt der drei Vollgeschosse plus einem Staffelgeschoss nur insgesamt drei Etagen gebaut werden.

Das lehnte Dr. Shammout ab. „Dann steigen die Betriebskosten und das hat Auswirkungen auf die Nebenkosten, die von den Bewohnern zu zahlen sind“, so der Geschäftsführer. Es gebe keine Alternative. Dies gilt nicht nur für die Geschosszahl, sondern auch für den Standort, denn einen anderen Platz haben weder die Dana-Leute, sondern auch die Appener Politiker nicht gefunden. Sowohl Christdemokraten als auch Liberale sahen zudem Probleme bei den Parkplätzen. Außerdem monierten sie, dass die gelbe Fassade von Dana Lebensstil nicht zu den rot geklinkerten Gebäuden der Appener Umgebung passt. Darüber könne man sicher mit der Dana diskutieren, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Lorenzen. „Aber man sollte nicht etwas einfordern, das nicht realisiert werden kann.“

„Wir haben drei andere Standorte, wo wir sofort anfangen könnten“, gab der Dana-Chef den Politiker noch mit in eine fünfminütige Sitzungsunterbrechung, doch die änderten ihre Meinung nicht mehr. www.dana-gmbh.de/lebensstil

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