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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 03:57 Uhr

Vorstoß : Keine Parallelgesellschaften

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zur Ratsversammlung am 20. September beantragt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ein Integrationskonzept, das im kommenden Jahr erstellt werden soll. Ratsfrau Sylvia Jacobi nimmt diesbezüglich wie folgt Stellung: „Uetersen hat einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, die hier ihre neue Heimat gefunden haben. Damit keine Parallelgesellschaften entstehen und die Menschen sich ohne ihre kulturelle Identität aufzugeben hier integrieren können, ist es sinnvoll, vorhandene Strukturen zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern beziehungsweise zu erweitern.“

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erstellt am 10.Sep.2013 | 21:22 Uhr

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Thorsten Berndt ergänzt: „Integration ist keine Einbahnstraße! Integration gelingt, wenn die Menschen, die kommen, um hier zu leben und arbeiten, bereit sind, unsere Sprache zu lernen und unsere Werte und Normen zu akzeptieren. Es setzt aber auch voraus, dass wir diese Menschen willkommen heißen und auch ihre kulturelle Identität akzeptieren.“

Aus Grüner Sicht ist ein Integrationskonzept für Uetersen ein wichtiger Baustein, damit Integration von Menschen mit Migrationshintergrund noch besser gelingt. Und das ist der Antrag der Grünen: „Die Ratsversammlung beschließt, dass die Stadt Uetersen ein Integrationskonzept bis zum Frühjahr 2015 erstellt. Dem Sozialausschuss wird die Erstellung und die weitere Ausarbeitung der Details übertragen. Der Sozialausschuss bezieht die anderen Fachausschüsse mit ein (Beispiel: Bildungsausschuss bei den Themen Schule, Kindertagesstätten und Sprachförderung). Die Ratsversammlung beschließt über das erstellte Integrationskonzept.“

Gelungene Integration finde natürlich auch in Uetersen schon statt, unterstreichen die Grünen. Ein Integrationskonzept solle die Rahmenbedingungen für eine gelungene Integration erfassen, verbessern und nachhaltig verstetigen. Das Konzept solle einen aktiven Dialog mit den Menschen mit Migrationshintergrund neu eröffnen. Bei diesem Prozess sollten neben den Menschen mit Einwanderungshintergrund und der Verwaltung auch Politik, Medien, Kultur, Kirchen, Sport, Wirtschaft, private Initiativen, Vereine und Verbände mit einbezogen werden.

Eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Integrationspolitik sei die Stärkung der interkulturellen Kompetenz. Dies gelte im Besonderen für die kommunalen Einrichtungen und Behörden.

Dort sei ein möglicher Schwerpunkt eines Integrationskonzeptes für die Stadt Uetersen. In einer ersten Sitzung des Fachausschusses, so Thorsten Berndt, könnten die Integrationsbeauftragten der Städte Wedel und/oder Elmshorn berichten, wie das jeweilige Integrationsprojekt entwickelt worden sei.

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