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Flüchtlingskoordination inUetersen : Keine Kündigung der Verträge - die Ansprechpartnerinnen bleiben

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ellen Hehnke und Anita Biskup bleiben Ansprechpartnerinnen für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 10:00 Uhr

Uetersen | „Ist der Flüchtlingskoordinierungsbedarf im Jahr 2017 auch bei sinkenden Flüchtlingszahlen, in dem bestehenden Umfang vorhanden?“ Mit dieser Frage musste sich am Dienstagabend unter der Leitung von Andreas Stief der Hauptausschuss befassen. Nach längerer, kontroverser Debatte lautete die einmütige Antwort: Ja, aber...

Die Verwaltung hatte den Politikern mitgeteilt, dass der Stadt 278 Asylbewerber zugewiesen worden seien, die von aktuell zwei Mitarbeiterinnen im Rathaus betreut werden. Seit dem 1. Dezember 2015 ist Anita Biskup mit 15 Wochenstunden im Rathaus tätig. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung und Koordination der ehrenamtlichen Helfer und der sozialen Angebote. Unterstützt wird sie seit dem 1. März dieses Jahres von Ellen Hehnke (24 Wochenstunden). Beide Mitarbeiterinnen sind beim Diakonieverein Migration in Pinneberg angestellt. Mit der Stadt wurde ein Zeitvertrag vereinbart, der zu kündigen ist, soll er sich nicht automatisch um ein weiteres Jahr verlängern.

 Andreas Stief.
Andreas Stief.

Und genau darum ging es während der Sitzung. Die Verwaltung informierte die Politiker, dass die Betreuung auf unterschiedlichste Weise stattfinde, worin auch die Betreuung des Ehrenamtes mit eingeschlossen sei. Bei Wegfall der Koordinierungsstellen, so die Verwaltung, würde eine Betreuung der Flüchtlinge beziehungsweise des Ehrenamtes nicht mehr existieren, da diese mit dem vorhandenen Personal der Stadt nicht geleistet werden könne.

Trotz voraussichtlich sinkender Flüchtlingszahlen bleibe der Koordinierungsbedarf in vollem Umfang bestehen, da neben den Neuankömmlingen, die große Personengruppe an Asylsuchenden und Flüchtlingen, die sich noch im Asylverfahren befinden (und bereits der Stadt Uetersen zugewiesen wurden), weiterhin zu betreuen und zu begleiten seien. Und dann informierte die Verwaltung die Mandatsträger darüber, dass der Diakonieverein Migration beim Abschluss der aktuellen Kooperationsvereinbarung darauf hingewiesen habe, dass pro 125 zu betreuendem Asylsuchenden und Flüchtlingen ein Personalbedarf für mindestens eine Vollzeitstelle notwendig sei.

Demnach liege der aktuelle Personalschlüssel in Uetersen mit einer Vollzeitstelle (für derzeit 278 Asylsuchende und Flüchtlinge) darunter. Die Stadt Uetersen sei somit unterbesetzt. Dieser Hinweis war kein Thema der Beratungen. Vielmehr der allgemeine Wunsch nach einer Aufgabenkontrolle. Die Verwaltung, so die Politik, solle den Diakonieverein auf die vereinbarten Aufgaben hinweisen, damit diese nicht, wie nach Ansicht insbesondere der CDU-Fraktion, ausuferten.

Wichtigstes Signal des Abends aber war, dass die Politiker die beiden bestehenden Kooperationsverträge nicht kündigten, beide Ansprechpartnerinnen also auch im kommenden Jahr in Uetersen für die Koordination in Flüchtlingsfragen zuständig sind. Aufgestockt wird die Stundenzahl aber nicht.

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