Fakten beim Graue Erbsen-Essen : Keine Krippe ohne Landeszuschuss

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Der ab Juli in Deutschland geltende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz verlangt den Kommunen einiges ab. Im vergangenen Jahr subventionierte Heidgraben die Kinderbetreuung bereits mit 180000 Euro. „Künftig werden wir einen jährlichen Zuschuss von 270000 bis 280000 Euro geben“, sagte Bürgermeister Udo Tesch gegenüber den UeNa am Rande des traditionellen Graue Erbsen-Essens der SPD.

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27. Februar 2013, 19:31 Uhr

Grund ist die Erweiterung der Kita. „Wir bauen einen Gruppenraum, um zehn Kinder unter drei Jahren betreuen zu können“, informierte Tesch zahlreiche Zuhörer in der Schankwirtschaft Arndt. Er hofft, dass der Bau im Juni bezogen werden kann. Inklusive der AWO-Spielstunde wird die Gemeinde dann 24 Krippenplätze anbieten.

Das Land unterstützt das Projekt. So kündigte die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies, Ehrengast der Veranstaltung, für dieses Jahr einen Zuschuss in Höhe von 15 Millionen Euro für die Krippen in Schleswig-Holstein an (wir berichteten). Ohne diese Hilfe könnte auch Heidgraben die Aufgabe nicht bewältigen. „Der Anteil des Landes macht etwa 20 bis 22 Prozent vom Budget aus“, sagte Tesch.

Die Kommune unterstützt aber auch Eltern, die ihr Kind in anderen Gemeinden unterbringen. „Wenn eine Mutter in Pinneberg arbeitet und dort einen Krippenplatz bekommt, bezahlen wir den nicht gedeckten Anteil“, erläuterte der Bürgermeister. Die Gemeinde übernimmt die Kosten, die durch Elternbeiträge, Landeszuschüsse und Spenden nicht abgedeckt werden – pro Kind und Monat etwa 330 bis 430 Euro. Insgesamt gibt die Kommune dafür jährlich 50000 Euro aus.

Darüber hinaus will die Gemeinde ein offenes Ganztagsangebot an der Grundschule einführen und die Öffnungszeiten des Kindergartens verlängern. Beide Einrichtungen sollen bis 16 Uhr geöffnet haben. Die Kommune übernimmt dazu das Personal des Vereins Betreute Grundschule, der sich auflösen wird. Im Haushalt schlägt dieser Schritt mit 30000 Euro zu Buche. Denselben Betrag kostet die Einrichtung einer vorläufigen Mensa an der Stelle eines Schuppens neben dem Altbau der Schule.

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