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Neujahrsempfang in Moorrege : Keine Klagen oder Berührungsängste

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„In der Gemeinde gibt es keinerlei Klagen über Flüchtlinge und keine Berührungsängste mit Flüchtlingen und darauf bin ich sehr stolz“, sagte Karl-Heinz Weinberg in seiner Neujahrsrede. Der Bürgermeister der Gemeinde Moorrege hat das Thema Flüchtlinge in den Mittelpunkt seiner Ansprache gerückt. Wie gewohnt versäumte es der routinierte Gemeindechef und Gastgeber jedoch nicht, auch den einen oder anderen Seitenhieb auszuteilen. Der Kreis und die Nachbarstadt Uetersen bekamen „ihr Fett weg“.

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erstellt am 17.Jan.2016 | 20:00 Uhr

Ansonsten sorgte Weinberg dafür, dass sich die Gäste während des Neujahrsempfangs in der voll besetzten Mehrzweckhalle „An’ n Himmelsbarg“ wohl- und bestens unterhalten fühlten. In seiner Rede, in der er das vergangene Jahr Revue passieren ließ und einen Ausblick auf 2016 wagte, kritisierte Weinberg : „Die Kreisumlage beträgt 1,6 Millionen Euro, die Amtsumlage 550000 Euro, die Gewerbesteuerumlage 290000 und die Reform des kommunalen Finanzausgleichs sorgt dafür, dass unser Finanzspielraum weiter sinkt.“ Es sei zu einer Umverteilung von Klein nach Groß gekommen, und zwar zugunsten der verschuldeten Städte und zu Lasten der ländlichen Kommunen, klagte er an. Parallel versäumte es der Bürgermeister nicht, die eigenen Stärken hervorzuheben. „Moorrege ist nach wie vor eine schuldenfreie Gemeinde“, sagte er zufrieden und erntete anerkennenden Applaus.

Das Rahmenprogramm war bunt und kurzweilig. Als Überraschungsgäste traten Sopranistin Mi Sun King und Pianistin Yangzi Liu auf. Sie brachten Giacomo Puccinis Arie „Gianni Schicchi“ und Luigi Arditis „Kusswalzer“ zu Gehör. Die jungen Musikerinnen waren in Begleitung von Dirigent Mike Steurenthaler nach Moorrege gekommen, der die Nachfolge von „Last Night of the Proms"-Gründer Robert Stehli übernommen hat und die Moorreger „Last Night“ bereits im vergangenen September leitete. Die Männerstimmen der Chorknaben Uetersen brachten unter Leitung von Hans-Joachim Lustig klassische und moderne Stücke zu Gehör.

Die Grundschulkinder und ihre Lehrerin Anke Delfs sangen sich mit dem Stück „Und der Kreis wird immer größer“ in die Herzen der Zuhörer. Unterhaltsame Lieder trugen die Mitglieder des Feuerwehrchors Appen unter Leitung von Marianne Kratzer vor. Die Begrüßung der Gäste hatte die Feuerwehrkapelle Seestermühe unter der Leitung von Thorsten Rockel übernommen.

Mit Blumen und anerkennenden Worten würdigte Weinberg das Engagement von Menschen, die vor Ort in der Flüchtlingshilfe aktiv sind. Ausgezeichnet wurden ferner Günter Satzinger vom Angelverein Moorrege für sein Bemühen die Tonkuhle zu erhalten, sowie Lea Breckwoldt, Melina Baldzun und Rasmus Schmahl von der Evangelischen Jugend für ihr Projekt „Aus Alt mach Neu“.

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