Bebauungsgebiet Achtern Dörp : Keine Infos für die Bürger

Der Streit um die Ausweisung des Baugebietes im Bereich Scholenfleth und Achtern Dörp geht in die nächste Runde. Die Sozialdemokraten wollen die Bürger mit einer Veranstaltung über das Ansinnen der Gemeinde informieren. Sie scheiterten während der jüngsten Bauausschusssitzung mit ihrem Antrag aber an der CDU-Mehrheit.

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21. Februar 2013, 20:23 Uhr

„Wir sind der Meinung, dass die Bevölkerung über die Änderung der Rechtslage informiert werden muss“, erklärte Thomas Hölck. Denn die Gemeindevertretung hatte im September die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet beschlossen.

Allerdings soll der Plan bis auf weiteres nicht ausgearbeitet werden. Aus der Sicht von Hölck ist dieses Vorgehen für die Gemeinde nicht rechtssicher und für die Bürger bedeutet es einen Wertverlust ihrer Immobilien. Eine Einschränkung der Nutzung wäre jederzeit möglich.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Boris Steuer berichtete von einem Treffen bei der Uetersener Verwaltungsleiterin Andrea Hansen, an dem neben ihm und Hölck auch der Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) und der Stadtplaner Henning Trepkau teilgenommen hatten. Man war damals überein gekommen, dass der Stadtplaner zusammenfasst, welche Auswirkungen die Bestrebungen der Gemeinde für die Grundeigentümer hat.

Dies sollte Trepkau während einer gemeindlichen Veranstaltung vortragen. Würden die Bürger keine Probleme mit dem Vorgehen der Politiker haben, werde es fortgeführt. Rege sich Widerstand, wolle man das Vorhaben fallen lassen, so der SPD-Fraktionschef.

„Nicht korrekt wiedergegeben“ habe Steuer die Ergebnisse dieses Gesprächs, entgegnete der Bürgermeister. Außerdem fühlt er sich nicht mehr an die Absprache gebunden, weil die SPD in der Zwischenzeit ein Flugblatt an die Bewohner des betroffenen Gebietes verteilt hatte. Darin hatten die Genossen ihre Kritik an dem Vorgehen erläutert.

Hölck monierte weiterhin die Berichterstattung über den Bebauungsplan auf der Website der Haseldorfer Nachrichten, dem offiziellen Mitteilungsorgan der Kommune. In der Gemeindevertretung sei etwas anderes beschlossen worden.

„Wir wollen Einfluss nehmen können, wenn dort etwas geplant ist, was wir nicht wollen“, antwortete Schölermann. Der Christdemokrat verwies darauf, dass Bürger dann im Rahmen des Beteiligungsverfahrens gehört werden.

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