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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 08:53 Uhr

Handball : Keine Freude über Remis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit drei Punkten Rückstand mussten die 1. Männer des TuS Esingen im April dem Altrahlstedter MTV Hamburg zur Hamburger Meisterschaft gratulieren, kamen als Vizemeister über die Aufstiegsspiele aber ebenfalls in die Oberliga. Dort trafen die beiden Teams am Sonnabend aufeinander und lieferten sich einen packenden Handball-Krimi, dessen Ausgang bis zur letzten Sekunde offen war.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2015 | 21:55 Uhr

Da in der Halle an der Scharbeutzer Straße Haftmittelverbot herrscht, mussten die Esinger zum zweiten (und letzten) Mal in dieser Saison ohne Harz zurechtkommen. Dies gelang ihnen viel besser als bei der 14:26-Pleite beim FC St. Pauli. Allerdings jagte Benedict Philippi, der ansonsten aus dem Rückraum sehr treffsicher ist, den Ball in der ersten Halbzeit zweimal klar über die Latte und zielte bei seinem dritten Wurf genau auf AMTV-Torwart Steffen Bahr. Von zwei ausgeglichenen Spielständen (3:3/12. und 4:4/ 15.) abgesehen, lagen die Altrahlstedter im ersten Durchgang stets mit ein bis drei Treffern in Führung. Zur Pause stand es 11:9 und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es knappe AMTV-Führungen. Erstmals die Chance zum Ausgleich bot sich den Gästen in der 41. Minute, doch Daniel Abel scheiterte beim Stand von 15:14 freistehend an Bahr. Bemerkenswert war, dass die Esinger, für die Daniel Günter von links aus konstant traf, auch in Unterzahl immer wieder zu Torerfolgen kamen. Fünf TuS-Spieler mussten jeweils für zwei Minuten vom Parkett, während es für die Heim-Sieben nur drei Zeitstrafen gab. Dies lag daran, dass die Schiedsrichter Norbert Jäger/Stephan Kempe (TSV Ellerbek) viele harte Attacken von AMTV-Spielern ‒ darunter Schläge ins Gesicht und gegen den Kehlkopf ‒ zwar mit Freiwürfen, nicht aber mit persönlichen Strafen ahndeten.

Weder davon noch von einem Drei-Tore-Rückstand sieben Minuten vor Ultimo (22:19), weil Dennis Lißner als dritter Esinger nach Lennart Haas und Jannik Genz einen Siebenmeter verworfen hatte, ließen sich die Gäste beirren. In der Schlussphase zeigte TuS-Torwart Benjamin Boje einige gute Paraden und die Tornescher trafen viermal in Folge, so dass sie in der 59. Minute erstmals führten (22:23). Nach dem 23:23-Ausgleich waren noch 45 Sekunden zu spielen. Jonathan Karow, der am Kreis schon zuvor einige gute Aktionen hatte, kam von halblinks aus frei zum Wurf, scheiterte aber an Bahr. Der Gegenzug der Hamburger endete mit einem Stürmerfoul an Abel.

So erreichten die Esinger nach zuvor fünf Niederlagen in Folge immerhin ein Unentschieden. „Darüber können wir uns aber nicht freuen ‒ wir waren klar besser, müssen aber dem AMTV-Torwart zum Punktgewinn gratulieren“, haderte Claas-Peter Schütt. Mit den 22 Gegentoren konnte der TuS-Trainer „gut leben, obwohl wir auch in der Abwehr einige Aussetzer hatten“; das größte Problem sei die eigene Torausbeute: „Wir haben zu viele freie Würfe vergeben!“

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