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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:55 Uhr

Ankauf : Keine Erweiterung des Museums

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es wird kein „Museum III“ des „Verein für Sammlung und Erhalt historischer Gegenstände in Haselau“ geben. Die Gemeindevertretung hat es während des nicht-öffentlichen Teils ihrer jüngsten Sitzung abgelehnt, Geld in den Ankauf eines Gebäudes zu investieren. „Sehr enttäuscht“ ist der Vorsitzende Dieter Günther über die Entscheidung der Dorfpolitiker.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 21:17 Uhr

Seit 15 Jahren besteht der Verein. Auf zwei Gebäude im Kreuzungsbereich Heister Feld, Dorfstraße und Haseldorfer Chaussee – das ehemalige Spritzenhaus und die „Durchfahrt Wüstenberg –sind die Exponate verteilt, die zumeist von Marschmern dem Verein überlassen wurden. Doch die beiden Gebäude sind mittlerweile zu klein geworden für den Bestand.

Im vergangenen Jahr kam dann die Idee auf, ein Haus neben dem Spritzenhaus zu nutzen. Dort wohnte früher die ehemalige DRK-Vorsitzende Gerlinde Richtert. Heute gehört es einer Erbengemeinschaft, bestehend aus ihren drei Söhnen.

Da der Museumsverein nur über die Mittel verfügt, den laufenden Betrieb des Hauses zu bestreiten, nicht aber das Haus zu kaufen, hätte die Gemeinde aktiv werden müssen. Die Gemeindevertreter beschlossen damals, das Vorhaben zu prüfen.

Ein Gutachter errechnete einen Wert des Hauses von 100000 Euro. Davon abgezogen werden müssten jedoch 25000 Euro. die noch für eine Instandsetzung fällig sind. Ein Handwerker nahm noch das Gebäude unter die Lupe. Er sah einen Instandsetzungbedarf von 50000 Euro. Nach UeNa-Informationen fand sich nur ein Politiker, der für ein Engagement der Kommune stimmte.

Nein-Stimmen und Enthaltungen kamen aus den Fraktionen von CDU und Freier Wahlgemeinschaft. Die Politiker scheuten das finanzielle Risiko und sahen den Gleichheitsgrundsatz gegenüber anderen Vereinen missachtet.

Die Entscheidung bedauert der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU). Er stellt aber auch fest: „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“ Und der FWH-Sprecher Gunter Küchler betont: „Dies ist keine Entscheidung gegen den Verein.“ Günther kann die Entscheidung nicht nachvollziehen, da er alle nötigen Unterlagen vorgelegt und angeboten hatte, Sponsoren zu suchen. Außerdem sah er die Möglichkeit, das Projekt mit EU-Fördermitteln aus dem Nachfolgeprogramm der AktivRegion wenigstens teilweise zu finanzieren.

Zu der Erbengemeinschaft gehört Gerhard Richert, „Vater“ des Dorfabends, Mitbegründer der Landjugend Hohenhorst und Jahrzehnte für die Haselauer CDU aktiv. „Traurig“ ist er über die Entscheidung des Kommunalparlaments. „Da ist eine Chance für die Gemeinde vertan worden“, steht für Richert fest. Persönlich hat Günther, der sich seit vier Jahrzehnten für die CDU engagiert, seine Konsequenzen gezogen. Schriftlich teilte er dem CDU-Ortsvorsitzenden Rolf Herrmann seinen Austritt aus der Haselauer Partei mit.

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