AktivRegion : Keine Energiewende in Heist?

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Grünes Licht für die Skater, in Sachen Heistmer Energiewende steht die Ampel derzeit (noch) auf Rot. Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) berichtete während der jüngsten Gemeindevertretersitzung im Lindenhof über die Verhandlungen in Sachen AktivRegion.

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11. September 2012, 21:42 Uhr

Denn EU-Gelder sollen für den Bau einer Skateranlage auf dem neuen Sportplatz fließen. Während der jüngsten Sitzung des Projektbeirates der „AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest“ wurde die Bezuschussung abgesegnet. 70000 Euro soll die Skateranlage kosten, die auf den Wunsch junger Heistmer zurückgeht.

Die AktivRegion gibt 55 Prozent der Bruttokosten hinzu, also gut 32000 Euro. Eine Fläche von 320 bis 350 Quadratmetern wird benötigt. Die Planungen müssen nun konkretisiert, das „Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume“ sowie der Kreis die Bezuschussung überprüfen.

Und genau bei letztgenannter Behörde hakt es beim zweiten Heistmer Projekt, das finanziell eine ganz andere Dimension als die Skateranlage hat. Geschätzte 532000 Euro würde es kosten, die Heizung der gemeindlichen Liegenschaften von einem fossilen Brennstoff auf eine regenerative Energie umzustellen. Gut 335000 Euro würde die AktivRegion dazugeben. Nur gut 196000 Euro müsste aus dem Gemeindesäckel kommen. Doch die Kommunalpolitiker wollen nicht viel Geld für die Planungen ausgeben bis nicht wirklich klar ist, dass das Projekt gefördert wird. An dieser Haltung reibt man sich im Kreis. Der Bürgermeister berichtete von einem Treffen vor 14 Tagen, bei dem alle Beteiligten an einem Tisch saßen. Von einem Ergebnis konnte der Christdemokrat allerdings nicht sprechen. „Wir müssen sehen, wie wir die Kuh vom Eis kriegen“, sagte Neumann. Er halte es nach wie vor für „ein dolles Projekt“.

Eine Biogasanlage, die etwa 800 Meter entfernt an der Hauptstraße steht, könnte zukünftig die Wärme für Grundschule, Turnhalle, Gemeindebüro und Feuerwehrgerätehaus liefern. Dazu muss eine Leitung vom Hof zu den gemeindlichen Liegenschaften plus Übergabestation gebaut werden. Darüber hinaus sollen Schulfenster und -türen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Überzeugend auch die Öko-Bilanz der neuen Anlage. Derzeit werden 132 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr produziert. In Zukunft sollen es 21 Tonnen sein. Es werden also 111 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart.

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