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Uetersener Nachrichten

23. November 2017 | 03:10 Uhr

Elbdüker : Keine Chance für Lastenkähne

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Transportschiffe haben keine Chance bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion.

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2011 | 21:41 Uhr

Die Freien Wähler wollten das Baumaterial für die von E.on und der Gasunie betriebene Erneuerung des Elbdükers über den Fluss zur Baustelle nahe der Hetlinger Schanze befördern lassen. Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) berichtete während der Gemeindevertretung von Abstimmungsgesprächen mit Planern und beteiligten Behörden. Danach sieht die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Gefahren für die anderen Schiffe auf dem Fluss. Die umgerüstete Fähre „Elbclearing 8“, die das Seitenleitwerk des Airbus A 380 ins Dasa-Werk liefert, war das Vorbild für die Initiative der Freien. Für E.on und Gasunie ist der Transport des Baumaterials zwischen Wedeler Tonnenhafen und Schanze auf dem Weg am Deich die favorisierte Lösung. Bei dieser Möglichkeit haben die Marschmer allerdings Sorge, dass der Deich Schaden nehmen könnte. Drei Jahre soll an dem Projekt gearbeitet werden.

Angesichts der Aussichtslosigkeit des eigenen Unterfangens zog der FW-Fraktionssprecher Michael Rahn den eigenen Antrag zurück. Kritik übte er an die Planer, die „die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften“ versprochen hatten. „Das müssen sie doch sowieso“, erklärte er. „Wir wollen mehr.“

Vorsichtig optimistisch ist da die Bürgermeisterin. Die Christdemokratin betonte, dass die Belastung für die Hetlinger so gering wie möglich gehalten werden soll. In den Gesprächen habe es dazu positive Signale gegeben. Zoff hatte es zwischen Freier Wahlgemeinschaft und der CDU über die Behandlung des Antrages während der Bauausschusssitzung im November gegeben. Auf Betreiben der Christdemokraten wurde der Antrag unter Ausschluss der Bürger beraten. Ihr Argument: Es sind Vertragsinhalte betroffen. Das sahen die Freien Wähler anders, konsultierten die Kommunalaufsicht und bekamen Recht. Es hätte nicht nur öffentlich diskutiert werden müssen. Falsch war auch die Abstimmung mit einer einfachen Mehrheit, mit der die CDU ihre Position durchdrückte. Es wäre eine Zweidrittel-Mehrheit nötig gewesen, über die die Christdemokraten nicht verfügen.

Der Mitarbeiter der Uetersener Stadtverwaltung, der über die Einhaltung der Gemeindeordnung zu wachen hat, hüllte sich während der Bauausschusssitzung in Schweigen. Er hätte die Politiker auf den Fehler aufmerksam machen müssen.

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