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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 03:03 Uhr

Schulbus : Keine Chance für die KViP?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Erneute Wendung in der Diskussion um den Schulbus zur Grundschule Haseldorfer Marsch? Bisher sah es so aus, als ob die „Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg mbH“ (KViP) ab Sommer die Schüler befördern wird. Nun plädieren die Haselauer Gemeindevertreter aber dafür, dass die Otto Strunk Omnibusbetrieb GmbH“ diese Aufgabe übernimmt.

Das Unternehmen aus Bokholt-Hanredder hatte im Winter die Schülerbeförderung übernommen, nachdem der frühere Busbetreiber nach zahlreichen Problemen die Aufgabe zurückgegeben hatte (die UeNa berichteten).

Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) stellte während der Sitzung im Haselauer Landhaus die Ergebnisse der Gespräche mit der KViP und der „Südholstein Verkehrsservicegesellschaft mbH“ (SVG) vor. Danach würden im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs zusätzliche Busse durch die Marsch fahren. Zwei Lösungen sind erarbeitet worden, die die beiden Gemeinden Haseldorf und Haselau 42000 oder 45000 Euro jährlich kosten würden. Von diesen ÖPNV-Lösungen könnten auch die Bürger der Marsch profitieren, da ihnen zusätzliche Busverkehre zur Verfügung stehen würden.

Ein Manko haben diese Angebote allerdings: Die beiden Summen sind nur geschätzt. Neben dem Transport zur und von der Grundschule in Haseldorf stehen auch „Sonderverkehre“ an, etwa wenn die Schüler zum Schwimmen oder zu Veranstaltungen in der Hetlinger Grundschule müssen. Das Kreisunternehmen konnte die Kosten für diese Fahrten nicht nennen, die sie den Gemeinden in Rechnung stellen würde, was der Bürgermeister als „unerträgliches Verhalten“ kritisierte. Strunck war anfangs nur als Zwischenlösung bis zu den Sommerferien gedacht. Der Omnibusbetrieb hat mittlerweile aber sein Interesse bekundet, den Schulbusverkehr ganz zu übernehmen. 62000 Euro müssten die beiden H-Dörfer nach Auskunft von Herrmann zahlen. Darin sind alle Sonderverkehre enthalten. Die Aufgabe müsste allerdings ausgeschrieben werden.

Marten Plüschau (CDU) berichtete, dass Eltern sich sehr zufrieden mit Strunck geäußert hätten. Rudolf Zilles (SPD) wies auf die unterschiedlichen Busse hin, die Kreis- und Privatunternehmen fahren lassen. In einem KViP-Stadtbus gebe es deutlich weniger Sitzplätze als in einem Strunck-Reisebus.

Unter diesem Sicherheitsaspekt plädierten Hans-Werner Wulff (CDU) und Harald Jürgs (Freie Wählergemeinschaft Haselau, FWH) für die teurere Lösung. Die würde für Haselau nach Auskunft des Bürgermeisters Mehrkosten von 7000 bis 8000 Euro bedeuten. Der stellvertretende Bürgermeister Gunter Küchler (FWH) schlug eine Empfehlung pro Strunck vor, um damit in Gespräche mit den Haseldorfer Gemeindevertretern zu gehen. Die Politiker aus dem Nachbardorf tagen am kommenden Dienstag, 19. Juni, ab 19.30 Uhr im Haseldorfer Hof.

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erstellt am 13.Jun.2012 | 22:30 Uhr

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