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Ortstermin : Keine Chance auf Verkehrsberuhigung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Keine Hilfe von der Kreisverwaltung sowie der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn können Haseldorfer Bürger erhoffen, die sich für mehr Verkehrssicherheit am Ortseingang im Bereich Roßsteert und Altenfeldsdeich einsetzen. Bei einem Lokaltermin mit betroffenen Bürgern, Politikern und Polizisten wurde den Vorschlägen eine Absage erteilt. Das von der Gemeinde beantragte Tempo 60 vor dem Ortseingangsschild hätte keine Chance, so Angela Biermann vom Fachdienst Straßenbau und Verkehrssicherheit. Theoretisch möglich wäre eine Begrenzung auf 70 Stundenkilometern. Doch auch diesem Vorschlag kann Wiebke Tönsing von der Autobahn- und Straßenmeisterei nicht folgen. „Die Sicht ist frei“, begründet sie ihre Ablehnung.

shz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 21:05 Uhr

75 Prozent der Verkehrsteilnehmer seien zu schnell unterwegs, erklärte Sven Neitzel, der für die protestierenden Bürger teilnahm. Dem widersprach Angela Biermann. Nach ihrer Aussage haben Messungen deutlich andere Werte ergeben. Und Winfried Schmidt vom Sachgebiet Verkehr der Polizeidirektion Bad Segeberg ergänzte: „In der Regel sind es Autofahrer, die sich hier auskennen.“

Das Ortseingangsschild ein bisschen Richtung Hetlingen zu versetzen, ist mit der Kreismitarbeiterin auch nicht drin. Mit Blick auf die Bebauung sagte sie: „Das Schild steht genau richtig.“ Umstimmen konnte sie auch nicht, dass Neitzel die Radfahrer und die Bürger schützen will, die an der Bushaltestelle ein und aussteigen. Wer sich an die Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer halte, werde zu früh abgebremst, entgegnete sie. Wer sich nicht daran halte, fahre sowieso im Kreuzungsbereich zu schnell. Den Vorschlag von Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU), die Tempo-30-Zone bei der Schule zu verkürzen, um am Ortseingang eine weitere Reduzierung auf diese Geschwindigkeit zu schaffen, lehnte Angela Biermann ebenfalls ab. „Nur wenn eine Gefahr besteht, die der Autofahrer nicht sehen kann, wäre dies möglich“, so die Verkehrsexpertin. Grundsätzlich anders als die straßenverkehrs- und lärmgeplagten Haseldorfer wird die Situation von den Behördenvertretern gesehen. „Hier ist wenig Verkehr und es ist ruhig“, urteilte Wiebke Tönsing. „Solche Probleme haben wir in jeder Gemeinde“, ergänzt Angela Biermann.

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