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Bauausschuss Uetersen : Keine Bebauung in zweiter Reihe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Grünes Licht für Tantaus Allee 10-14 und den Neubau der Friedrich-Ebert-Schule. Der B-Plan für den Meisenweg wurde abgelehnt.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 12:15 Uhr

Uetersen | Im Bauausschuss wurden das Bauvorhaben Tantaus Allee 10-14 sowie der Neubau an der Friedrich-Ebert-Schule weiter vorangetrieben. Die Erstellung eines Bebauungsplans für das Quartier Meisenweg wurde aufgrund steigender Proteste der Anwohner abgelehnt.

Der Investor für die Wohnhäuser Tantaus Allee 10-14 hat seine Pläne so modifiziert, dass der Bauausschuss sie mit geringfügigen Änderungen gebilligt hat. Einwohner monierten, dass für das Staffelgeschoss eine Walmdach-Form vorgesehen sei. Stadtplaner Henning Trepkau räumte diese Bedenken aus: Laut Entwurf sei ein flaches Pultdach geplant. Trepkau versprach zudem: Die Höhensituation der Buchenhecke als Abgrenzung zwischen den Grundstücken wird gelöst.

Jutta Wehne, Tochter einer Anwohnerin aus Tantaus Allee 16, regte an, die Zufahrt zur Tiefgarage zwischen die beiden Gebäude zu legen. Ihre Mutter würde so von Lärmbelastung freigehalten. Zudem sei die Ausfahrt sicherer, weil sie nicht in einer Kurve liege und so verbesserte Sicht bestünde.

Nach einer kurzen Beratung schloss sich die SPD-Fraktion dem Vorschlag Wehnes an, da sich die Unfallgefahr mindern könne. Matthias Nowatzki (CDU) warf ein, bei einer Verlegung der Tiefgaragenausfahrt zwischen die Häuser reduziere sich die Anzahl an Stellplätzen. 1,5 Stellplätze je Wohneinheit, also insgesamt 14 Stück, seien aber vorgeschrieben. Mit acht Befürwortern und drei Enthaltungen wurde die vorgelegte Planung des Investors gebilligt.

Eine Essensausgabe ist möglich

Der Neubau an der Friedrich-Ebert-Schule wird so gestaltet, dass eine Nutzung für die Essensausgabe möglich ist. Hierfür werden zusätzliche Mittel in Höhe von 35.000 Euro bereitgestellt, das Bauvorhaben wird insgesamt 435.000 Euro kosten.

Diplom-Ingenieur Thomas Butzlaff vom Planungsbüro Butzlaff Tewes erläuterte dem Bauausschuss seine Ideen. Der Neubau sei optisch so gestaltet, dass er gegenüber des „denkmalgeschützten, für das ganze Schulgelände prägenden Hauptgebäudes“, nicht zu auffällig sei. Statt kleiner Gruppenräume habe man sich in Absprache mit Schulleiterin Karen Schlüter für zwei größere Räume von etwa 59 Quadratmetern entschieden, die lediglich durch eine mobile Trennwand geteilt seien.

Mit den zusätzlich bereitgestellten Mitteln wird der Einbau eines Fettabscheiders finanziert sowie die Verwendung hygienischerer Oberflächen, dann darf der barrierefreie Raum auch für die Essensausgabe genutzt werden. Die CDU-Fraktion stimmte gegen diese Erweiterung  („Hier wird eine Mensa durch das Hintertürchen geschaffen“, so Ratsherr Torben Langhinrichs), konnte sie jedoch nicht verhindern. Die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Quartier „Meisenweg“ wurde abgelehnt. Er hätte eine Bebauung in zweiter Reihe ermöglicht. Dem Bauausschuss waren acht Befürworter gegenüber 13 Antragsgegnern bekannt, eine Anwohnerin im Publikum korrigierte, sie habe bereits die Unterschriften von 19 Antragsgegnern gesammelt.

Aufgrund der engen bereits vorhandenen Bebauung hätte es Probleme mit den Zuwegungen gegeben, die privatrechtlich hätten geregelt werden müssen. Die Grünen wiesen zudem auf das bestehende Biotop und den wertvollen Baumbestand hin. Sie enthielten sich bei der Abstimmung, während die CDU den Bebauungsplan gern verabschiedet hätte. Mit den Stimmen der SPD und BfB wurde das Vorhaben abgewiesen.

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