Feuerwehr-Übung : Keine Angst vor Herausforderungen

Am Ende strahlte vor allem einer: Thomas Koop war hoch zufrieden mit dem, was er gesehen hatte. „Die haben einen absolut tollen Job gemacht“, sagte der Jugendwart der Moorreger Feuerwehr und meinte damit den Nachwuchs der Truppen aus Holm, Haselau, Neuendeich, Heist und natürlich Moorrege.

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22. Oktober 2012, 21:23 Uhr

Fast 100 Kinder, Jugendliche und Ausbilder haben sich auf dem Gelände des Freibades Oberglinde zu einer Gemeinschaftsübung getroffen. Ein jährlich wiederkehrendes Spektakel, das den Ausbildern einen Überblick über denaktuellen Leistungsstand in den Jugendwehren gibt. „Der späte Zeitpunkt in diesem Jahr hängt mit der Örtlichkeit zusammen. Wir wollten unbedingt im Freibad üben, und dafür mussten wir warten, bis es geschlossen hat“, erklärte Koop.

Eine große Herausforderung stellt das Objekt allemal dar, vor allem wegen der verwinkelten Architektur, der vielen kleinen Räume und zahlreichen Umkleidekabinen. Angenommen wurde eine Explosion im Gebäude mit Verletzten und geschockten Badegästen, die in Panik auf die umliegende Wiese und in den nahe gelegenen Wald gerannt waren.

Die Arbeitsteilung war im Vorwege abgesprochen worden: Heist übernahm die Löscharbeiten, Moorrege stellte die „Verletzten“, Haselau sicherte den Bereich der Umkleidekabinen, Neuendeich und Holm kümmerten sich um die Personensuche im Freigelände. „Das Szenario stellt hohe Anforderungen an die jungen Leute“, sagte der Heistmer Jugendwart Nico Koberg, einer der zahlreichen Beobachter. Wer sich an die Fersen der Nachwuchs-Feuerwehrleute heftete, verstand, was Koberg meinte: Die im Dämmerlicht liegenden, kalten Umkleidekabinen sind kein besonders angenehmer Aufenthaltsort, und wenn man nicht weiß, was einen hinter den Türen der Umkleiden erwartet, verstärkt das leicht den ohnehin beklemmenden Eindruck. Aber die Jungs und Mädchen waren keinen Moment auf sich allein gestellt, immer waren Betreuer und Ausbilder an ihrer Seite.

Für erfahrene Jugendwarte wie Marco Küchler, Nico Koberg oder auch Thomas Koop eine Selbstverständlichkeit. Ihre Schützlinge dankten ihnen die Fürsorge mit vollem Einsatz. Sie bauten in Windeseile die Wasserversorgung auf, durchkämmten jeden Winkel des Freibades und bildeten am Ende sogar noch eine Suchkette, um auch die letzten Verletzten im Wald bergen zu können. Für die Zuschauer ein faszinierendes Schauspiel, das hoffentlich niemals Realität wird!

Am Ende durften jugendliche und erwachsene Teilnehmer bei einem Essen verschnaufen.

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