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Nachwuchs : Keine Angst vor dem Einstellungsverfahren

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Polizei sucht junge Bewerber, die sich für die Laufbahnen der Schutz-, Kriminal- oder Wasserschutzpolizei interessieren. Kandidaten müssen mindestens über einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung (mittlerer Dienst) oder über die Fachhochschulreife (alternativ Meisterbrief) verfügen.

Für die Aus- und Fortbildung ist die Werbe- und Einstellungsstelle Eutin zuständig. Bei der Polizei in Uetersen informiert Polizeiobermeister Harun Öznarin über die Voraussetzungen, Polizist zu werden und über die Karrieremöglichkeiten.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein stellt im kommenden Jahr zusätzlich zum Einstellungstermin am 1. August auch zum 3. Februar 2014 in die Laufbahngruppe 1 (mittlerer Dienst) ein. Bewerber für den gehobenen Dienst können bei Vorliegen aller Einstellungsvoraussetzungen zum 1. August 2014 eingestellt werden.

Harun Öznarin: „Die Bewerbungsunterlagen werden bis zum 30. September entgegengenommen. Wir helfen Interessierten gerne. Und wir informieren sie im Vorfeld ihrer Bewerbung über die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen.“

Ebenso entgegengenommen werden bei der Polizeistation Uetersen Praktikawünsche. Kandidaten müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Informieren kann sich jeder aber auch über das Internet. Zu wählen ist dabei die Adresse „www.polizei.schleswig-holstein.de“. Harun Öznarin weiß, dass viele eine Scheu vor den Einstellungstests haben. Wer mag, erhält auch dabei Unterstützung, mit dem Kandidaten werden also typische Testverfahren vorab besprochen. Woraus besteht der Aufnahmetest? Viele scheitern schon beim Diktat. Das, so Harun Öznarin, müsse aber nicht sein. Man könne sich vorbereiten.

Das gelte auch für die Teile Politische Bildung sowie Natur und Technik. In das Einstellungsverfahren eingeschlossen sind zudem ein Intelligenz-Leistungstest und eine Sportprüfung. Reichen die Schulnoten? Wer sich direkt von der Schule bewirbt, sollte sich, so Öznarin, vorab sein Zeugnis ansehen:

Realschule: Es erfolgt eine Zeugnisvorauswahl in den Schulfächern Deutsch, Englisch, Wirtschaft/Politik (alternativ: Geschichte) und Sport. In jedem dieser Fächer müssen mindestens befriedigende (unter Umständen ausreichende) Leistungen erbracht werden. Fachhochschulreife und Abitur: Bei Vorliegen des Nachweises der Fachhochschulreife oder des Abiturs ist ein Schnitt von 2,8 oder besser erforderlich Bei Einreichen eines Zwischenzeugnisses (Versetzungszeugnis in die 12. Jahrgangsstufe) erfolgt eine Zeugnisvorauswahl in den Schulfächern Deutsch, Englisch, Wirtschaft/Politik (alternativ: Geschichte) und Sport. Keines dieser Fächer darf schlechter als „befriedigend“ benotet sein. Harun Öznarin: „Beim Einstellungsverfahren entscheiden natürlich auch medizinische Kriterien. Und es gibt dabei einige neue Ausschlussbedingungen sowie Veränderungen.“ Zum Beispiel gilt jetzt als tauglich, wer nicht mehr als -5,0 beziehungsweise +3,0 Dioptrien aufweist.

Ein Tipp für Bewerber aus dem Kreisgebiet: Es ist ziemlich sicher, dass man nach der Ausbildung in diesen Landkreis zurückkehrt. Denn aufgrund der Struktur haben Polizisten in der Region Südholstein mehr Auswahl.

* Kontakt zu Harun Öznarin ist telefonisch unter 04122/705320 und per E-Mail unter „harun.oeznarin@polizei.land.sh“ möglich.

* Bei der Polizei Tornesch ist Arne Müller für die Nachwuchswerbung verantwortlich, 04122/95440.

Statistisches zur Landespolizei

In Schleswig-Holstein gibt es rund 7000 Polizisten. Gemessen an jeweils 1000 Einwohnern zähle das Land zwischen den Meeren 2,7 Beamte. Für die Gewerkschaft der Polizei ist das ein Alarmzeichen, denn andere Bundesländer wiesen bis zu 3,8 Polizisten pro 1000 Bürger auf. Oliver Malchow, GdP-Landesvorsitzender: „Angesichts der Aufgabenfülle und der Tatsache, dass wir Urlaubs- und Transitland sind, ist Personalabbau bei der Polizei unmöglich. Im Gegenteil: Diese Zahlen zeigen einmal mehr, dass es dringend Verbesserungsbedarf gibt.“

Die GdP stört auch eine weitere Statistik: Diesbezüglich ist Schleswig-Holstein sogar Schlusslicht im Vergleich mit allen anderen Bundesländern: In Schleswig-Holstein zahlt jeder Einwohner jährlich 121 Euro für die Polizei. In Berlin sind es 292 Euro, im Flächenland Sachsen 207 Euro.

Die GdP setzt sich diesbezüglich für ein Beförderungs- und Strukturkonzept ein.

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erstellt am 28.Jun.2013 | 18:17 Uhr

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