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Ratsversammlung : Kein wasserwirtschaftliches Gutachten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Drei Themen waren es, die die 21 Tagesordnungspunkte umfassende jüngste Ratsversammlung spannend werden ließen: Einmal die Verabschiedung, Einsetzung alter und neuer Ratsmitglieder, die historisch bedeutsame, weil aus Altersgründen definitiv letzte Vereidigung von Bürgermeister Roland Krügel in seine „definitiv letzte“ Legislaturperiode, zum zweiten eine noch einmal kurz, aber heiß geführte Debatte über den geplanten Kindergarten der Wabe in der Pommernstraße und zum dritten ein Antrag der Grünen, zur Flächenplanänderung und zum Bebauungsplan für die geplante Sportanlage Großer Moorweg eine Baugrunduntersuchung sowie ein wasserwirtschaftliches Gutachten einzuholen und bis dahin den Beschluss bis zur nächsten Ratsversammlung zu verschieben. Herzliche Worte fanden Bürgermeister Roland Krügel und Bürgervorsteherin Heide-Marie Plambeck zur Verabschiedung von Arnold Hatje, der nach 38 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit in Gemeinde und Stadt auf eigenen Wunsch seinen Hut nahm und zukünftig nur noch „privat“ die Geschicke der Stadt verfolgen möchte. In die Ratsversammlung wurde auf den nun freien Platz Henry Stümer (CDU) als neues Mitglied verpflichtet, Joachim Reetz (CDU) in Abwesenheit einstimmig als neuer zweiter stellvertretender Bürgermeister benannt.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2012 | 20:33 Uhr

Klaus Früchtenicht und Verena Fischer-Neumann (SPD) brachten noch einmal ihre Bedenken bei dem Beschluss über den Finanzierungsvertrag für die geplante Kindertagesstätte der Hamburger Wabe in der Pommernstraße zu Gehör. Diese Investitionen werden Kinder aus den anderen Kindergärten abziehen, der Bau eines zusätzlichen Kindergartens gehe über das Maß hinaus, meinte Früchtenicht, denn bei 13000 Einwohnern nur 100 Neuanmeldungen in den vorhandenen Kindergärten im letzten Jahr, das erfordere keinen zusätzlichen Hort, zumal der DRK-Kindergarten ja auch noch komplett wieder neu gebaut werden müsse. Verena Fischer-Neumann gab zu bedenken, dass für den DRK-Kindergarten keine Lösung in Sicht sei, sich nicht einmal eine Lösung abzeichne. Bisher gehe es nur um die geringe Eigenfinanzierung in der Pommernstraße und ob die erwarteten Zuschüsse und Förderungen tatsächlich fließen, sei fraglich. Sie bemängelte auch, dass es keinen konkreten Plan gebe, der ihnen vorliege, keiner eigentlich genau wisse, worin Tornesch hier investiere. Es gebe aber einen dringenden Bedarf an Krippenplätzen hielt Helmut Rahn von den Grünen entgegen, auch werden die Zuzügler im Neubaugebiet „Tornesch am See“ sicherlich nicht ohne Kinder kommen. Der Beschluss wurde ohne die Stimmen der SPD trotz der Einwände durchgewunken.

Abgelehnt wurde der Antrag der Grünen Fraktion, das geplante Gelände für den neuen Sportplatz am Großen Moorweg noch einmal einem Gutachten zu unterziehen. Die Grünen hatten Bedenken, da das Gelände während des regenreichen Winters ständig unter Wasser stand.

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