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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 11:32 Uhr

Fußball : Kein Spielfluss beim 1:1

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Über Kinder, die erst nach ihrem eigentlichen Geburtstermin auf die Welt kommen, wird im Spaß gesagt, sie würden sich „erst noch schönmachen“. Ähnliche Vermutungen wurden am Ostersonnabend im Deichstadion über Schiedsrichter Niklas Hoepffner (vom Voßlocher SV) angestellt: Um 13.50 Uhr hatte er bei den Verantwortlichen der 1. Herren des Hetlinger MTV angerufen und erklärt, er könne ihr für 15 Uhr vorgesehenes Kreisliga-Nachholspiel gegen den TuS Germania Schnelsen II „erst etwas später“ anpfeifen. Obwohl der Referee dann um 14.50 Uhr eintraf, betrat er erst um 15.25 Uhr den Rasen. „Mir kam zu Ohren, dass er sich noch um einen neuen Assistenten kümmern musste, weil ihm einer der Linienrichter zu unerfahren war“, sagte HMTV-Trainer Jonas Hübner.

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2016 | 20:54 Uhr

Als der Ball dann endlich rollte, wurde schnell deutlich, dass den Hetlingern die lange Wartezeit nicht gutgetan hatte: „In der ersten Halbzeit haben wir richtig, richtig schlecht agiert“, tadelte Hübner: „Wir waren viel zu schläfrig und haben auch die nötige Einsatz- und Kampfbereitschaft vermissen lassen!“ Zu allem Unglück bereitete HMTV-Verteidiger Fabian Ecke auch noch das Führungstor der Germanen vor: Nachdem er einen langen Ball der Gäste abgelaufen hatte, wollte er von hinten links zu seinem Torwart Marco Panacek querspielen, passte die Kugel aber zu weit nach vorne, so dass der Schnelsener Keven Herrmann Maß nehmen und zum 0:1 in den Winkel einschießen konnte (17.).

Erst nach der Pause gelang es den Hausherren, ihre Lethargie abzulegen und mehr Struktur in ihr Spiel zu bekommen. „Dadurch entwickelte sich eine intensive zweite Halbzeit mit zahlreichen aggressiven Zweikämpfen“, sagte Hübner, dem aber „noch immer der nötige Spielfluss fehlte“. Trotzdem gelang in der 53. Minute der Ausgleich: Jan Wenzel schickte auf der Außenbahn Adnan Kubat steil und der an diesem Tag beste HMTV-Akteur spielte von der Grundlinie aus zurück in die Mitte zu Daniel Schröder, der sich drehte und flach zum 1:1 einschoss. „Mit genau solchen Bällen war der kräftige Schnelsener Torwart Pascal Bock zu bezwingen“, wusste Hübner.

In der Folge gab es viel Leerlauf, ehe die Hausherren in der Schlussphase noch einmal auf den Siegtreffer drängten. Bock rettete zweimal gut, Kamil Ludwicki traf den Pfosten und dann litten die Hetlinger auch noch unter Hoepffners schlechter Vorteilsauslegung, als er ein Foul an Kubat abpfiff, obwohl Kubat den Ball noch durchgesteckt hatte zu Ludwicki, der frei zum Torschuss gekommen wäre.

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