Fußball : Kein Heimfluch

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Am Freitagabend hatten die 1. Herren des TSV Uetersen ihre Förderer und Freunde zum traditionellen Grünkohlessen geladen – und am Sonntagnachmittag gab es schon wieder Grund zum Feiern. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen den Eimsbütteler TV wurde der Heimfluch, der nach zuvor zwei 0:1-Pleiten im Rosenstadion aufzukommen drohte, gebannt.

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18. November 2012, 19:07 Uhr

Die Uetersener begannen konzentriert und gingen in Führung, als Helge Kahnert nach guter Vorarbeit von Till Mosler und einem Abpraller aus 18 Metern abzog; der ETV-Torwart tauchte zwar noch ab, konnte den Ball aber nicht mehr aus dem rechten unteren Eck fischen (17.). Auch das zweite Tor bereitete der starke Mosler vor, als er mit seiner Linksflanke Mikail Pekdemir fand, der sich im Laufduell gegen einen Eimsbütteler behauptete und auf 2:0 erhöhte (33.).

Kurz darauf musste TSV-Verteidiger Dennis Weber einmal im Eins-gegen-Eins-Duell mit einem ETV-Stürmer klären, doch ansonsten ging von den Gästen bis zur Pause nicht viel Gefahr aus. Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Uetersener zunächst weiterhin das Geschehen, bis die 52. Minute kam. In dieser konnte Martin Bushaj eine Freistoßflanke von Eddy-Morton Enderle nicht erreichen. Nach dem Abwurf des ETV-Torhüters blieb Kahnert im Mittelfeld stehen, die Gäste griffen blitzschnell über rechts an und Fabio Wenzing verkürzte zum 2:1. TSV-Trainer Peter Ehlers tobte – und es wäre beinahe noch schlimmer gekommen: Beim nächsten Gäste-Angriff strich der Ball nach einer Linksflanke nur hauchdünn am TSV-Tor vorbei (54.).

Die Hausherren wankten zehn Minuten, aber sie fielen nicht. Als der starke Enderle von rechts aus spitzem Winkel abzog, war der ETV-Torwart rechtzeitig im bedrohten Eck (63.). Dann gab es einen herrlichen Spielzug: Bushaj schickte über links Christian Förster steil, in dessen Linksflanke warf sich Kahnert per Kopf, ehe Philipp Ehlers den Ball am langen Pfosten nicht ins Tor bekam (67.). Als Mosler den eingewechselten Yannick Kouassi über rechts schickte und Pekdemir dessen Hereingabe zum 3:1 ins Netz drückte, zählte das Tor wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht – höchst umstritten (76.).

Darüber musste sich niemand lange ärgern, denn in der 80. Minute fiel der überfällige dritte TSV-Treffer: Kouassi behauptete den Ball gut und bediente Enderle, der erneut von rechts scharf abzog; der Torwart konnte den Ball nur gen Mitte abwehren, wo Pekdemir aus Nahdistanz zum 3:1 vollstreckte (80.). Die Hausherren hätten einen noch deutlicheren Sieg herausschießen müssen, denn in der Schlussphase hatten sie Großchancen im Minuten-Takt: Enderle (83.), Pekdemir (88.), Kouassi (90.) und Jannick Prien (91.) zielten jeweils knapp vorbei, zudem scheiterten Kouassi (89.) und Pekdemir (91.) am Torwart.

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