zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 23:51 Uhr

Kein großer Handball ...

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Sonnabendnachmittag waren die 1. Männer des TuS Esingen bei der SG Bramfelder SV/Hamburger SV zu Gast. Was nach großem Handball („HSV“) klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein Hamburg-Liga-Neuling, der nichts mit den Bundesliga-Handballern des HSV Hamburg zu tun hat, sondern die Spielgemeinschaft der Handballer der HSV-Amateur-Abteilung mit dem Bramfelder SV ist. Die wenigen Zuschauer sahen auch kein großes Handballspiel, womit sich die Partie den Rahmenbedingungen in der nicht allzu großen Sporthalle des Johannes-Brahms-Gymnasiums anpasste.

Aber: Um dem „großen Handball“, sprich dem Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, ein Stück näher zu kommen, müssen auch solche Spiele gewonnen werden – und das schafften die Esinger mit einem 24:22-Arbeitssieg. TuS-Trainer Markus Risch hatte seine Schützlinge vor der Partie eindringlich vor dem Gegner gewarnt. „Die SG ist zwar ein Aufsteiger, hat aber eine sehr erfahrene Mannschaft“, lobte Risch den Gegner. Den von Risch eigentlich geforderten Tempo-Handball konnten die Esinger zu keiner Zeit spielen: „Das lag einerseits am Gegner, der einen völlig anderen Spielstil als wir pflegt, sehr starken Widerstand geleistet und unser Spiel zerstört hat“, so Risch, der auch über die hohe, eigene Fehlerquote klagte: „Deshalb sind wir nicht ins Tempospiel gekommen – und dann schaffen wir auch keine 30 Tore!“

In der Anfangsphase gab es wechselnde Führungen, auf die aber immer wieder der Ausgleich folgte. Die Gäste machten sich mit Fehlpässen das Leben selbst schwer und luden ihren Gegner mehrmals zu Gegenstößen ein. Zudem vergaben die Tornescher freistehend beste Chancen – vor allem Tim Reichert hatte, anders als in den vorherigen Partien, kein Zielwasser getrunken, was dem frisch der A-Jugend entwachsenen Rechtsaußen aber nachzusehen ist. Die erste Esinger Überzahl nutzte Günter sofort zur ersten Zwei-Tore-Führung (8:10/22. Minute). Die Seiten wurden beim Stand von 12:13 gewechselt.

Im zweiten Durchgang lagen die Tornescher einmal mit vier Treffern vorne (13:17/38.), doch die Heim-Sieben kam wieder heran. Obwohl TuS-Torwart Maximilian Rathke mehrere schwere Bälle hielt, war zwei Minuten vor Ultimo beim Stand von 21:22 alles möglich. Zugang Tim Wichmann (zuletzt TSV Ellerbek) steuerte ein Tor zum Sieg bei. „Am Ende haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, so Risch, dem die Abwehrarbeit seines Teams gefiel: „Mit den 22 Gegentoren kann ich gut leben!“ Abschließend hatte der Coach für Nicolas Philippi ein Sonderlob parat: „Er hat als Innenverteidiger gekämpft wie ein Löwe – das war spielentscheidend!“

zur Startseite

von
erstellt am 09.Nov.2014 | 22:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert