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Seniorenbeirat : Kein Aufzug, wenig Automaten, Defekte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bahnsteige in Tornesch sehen seit der kürzlichen Modernisierung zwar schicker aus. Der Seniorenbeirat beklagt jedoch mangelnden Service.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 21:34 Uhr

Vor dem Umbau fanden Reisende auf jedem Bahnsteig mehrere Fahrkartenautomaten vor, jetzt gibt es nur noch jeweils einen. Der Personenaufzug steht seit einem halben Jahr still. Wann er wieder funktioniert, ist unklar. Zurzeit ist auch die Anzeigetafel auf dem Gleis Richtung Hamburg ausgefallen.

Beiratsmitglied Bruno Dörling ist erbost: „Es ist ein Unding, dass der Aufzug schon seit sechs Monaten nicht funktioniert“, sagte er. Rollatorfahrer könnten von Tornesch aus keine Zugfahrten mehr unternehmen. Sie gelangen zwar ungehindert auf den Bahnsteig Richtung Süden. Aber bei der Rückkehr hält der Zug gegenüber. Es ist dann für Menschen mit Gehbehinderungen unmöglich, ohne Aufzug zu ihrem Pkw auf der anderen Seite zu gelangen.

Wie berichtet, musste der Aufzug wegen Korrosion stillgelegt werden. Die Stadt wartet noch immer auf den gerichtlichen Gutachter.

Die neuen Fahrkartenautomaten gehören der nordbahn. Als das Unternehmen im Dezember den Zugbetrieb übernahm, richtete es seine eigenen Geräte auf, pro Fahrtrichtung einen. Sprecherin Christiane Lage kündigte gestern jedoch an: „Wir haben die Reaktion der Fahrgäste wahrgenommen und prüfen derzeit, ob noch ein weiterer Automat Richtung Süden aufgestellt werden sollte.“ Das Gerät auf dem Nordbahnsteig werde weniger stark frequentiert.

Nachdem die UeNa den Defekt der Anzeigetafel gestern bei der Deutschen Bahn meldeten, soll sie nächste Woche repariert werden. Die Bahn wird nach Aussage einer Sprecherin nur aktiv, wenn ihr eine Störung berichtet wird. Mit Sorge betrachtet der Seniorenbereit auch das Projekt der Adlershorst Baugenossenschaft an der Straße „An der Kirche“. Laut Bebauungsplan 87 sollen dort drei mehrgeschossige Mietshäuser, davon eines als Seniorenanlage, sowie eine Parkpalette entstehen.

Der Beiratsvorsitzende Ralf Fromhein stolperte darüber, dass auf dem Bauschild vor dem Grundstück von einer Seniorenwohnanlage nichts zu lesen ist. Sollte an ihrer Stelle ein normales Mietshaus errichtet werden, müsste die Parkpalette größer ausgelegt werden. Denn pro Seniorenapartement werden 0,3 Parkplätze, pro normaler Wohnung aber eine ganze Stellfläche vorgesehen.

Der Adlershorst-Marketing-Leiter Benjamin Schatte sicherte gestern zu: „Es werden Wohnungen sein, die dem Bedarf von Senioren nachkommen.“ Das Modell – seniorengerechtes oder betreutes Wohnen – stehe aber noch nicht fest. Die Planungen seien nicht abgeschlossen.

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