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Friedhof Scholenfleth : Kapelle strahlt in neuem Glanz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Glasmalerei in dem großen Kirchenfenster leuchtet in neuer Frische. Auf dem Fußboden der Haseldorfer Friedhofskapelle liegen nicht mehr Asphaltplatten, sondern PVC-Planken in Holz-optik. Der graue Anstrich der Wände ist einem cremefarbenen Ton gewichen. Der grüne Lack der zwölf historischen Kirchenbänke sieht heller als der alte aus.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2015 | 19:30 Uhr

„Die Kapelle erstrahlt wirklich in neuem Licht“, sagte Bürgermeister Uwe Schölermann gestern. Pastor Helmut Nagel, die Architektin Ute Bargmann, der kirchliche Friedhofs- und Baubeauftragte Ernst Otto Rellensmann und das Dorfoberhaupt präsentierten der Presse das Ergebnis einer dreimonatigen Sanierung des Gotteshauses.

Die Arbeiten waren dringend notwendig. Im Mauerwerk des ersten Bauabschnitts aus dem Jahr 1890 zeigten sich meterlange Risse. Die Wärme entwich durch das ungedämmte Dach und den 110 Quadratmeter großen Fußboden, unter dem nur Bauschutt und Zement lagen. In den Wänden stieg Feuchtigkeit auf. Rost überzog die Bleifenster.

Das Problem: Zwar konnte sich Pastor Nagels Gemeinde die rund 600000 Euro teure Sanierung der St.-Gabriel-Kirche leisten. Doch für die Friedhofskapelle reichte das Geld nicht mehr aus. Der Geistliche bat daher die Kommune um Hilfe. Mit Erfolg: Die Kirche nahm einen Kredit in Höhe von 100000 Euro auf, den sie mit Hilfe der politischen Gemeinde abbezahlen wird. Zusätzlich gewährte die AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest der Kirche innerhalb der vergangenen Förderperiode im Nachrückverfahren einen Zuschuss in Höhe von 65000 Euro aus dem EU-Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Haseldorf hatte Glück: Die Kriterien der neuen Förderperiode würden einen Zuschuss ausschließen.

Ergebnis: Die Mauerrisse wurden geklammert. Ein Drahtglas hinter dem Kirchenfenster wurde gegen Schutzglas ausgetauscht, die Bleiverglasung 21 kleiner Fenster in Isolierverglasung eingefasst. Die Elektrik wurde erneuert. Es wurden vier programmierbare Lüfter und eine Beschallungsanlage eingebaut, über die der Ton auch nach draußen übertragen werden kann. Das Dach wurde gedämmt und mit Tonpfannen gedeckt. Unter dem Fußboden liegen nun eine Sohle und Estrich. Bargmann rechnet mit einer Halbierung der Heizkosten.

Eingeweiht wird die Kapelle mit einem Gottesdienst am Sonntag, 11. Oktober, ab 11 Uhr. Anschließend hält Annegret Hamster einen Vortrag über Trauerkultur in der Marsch. Kaffee und Kuchen gibt es kostenlos.

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