zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 01:10 Uhr

Fussball : Kantersieg in Überzahl

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Magere Wochen liegen hinter den 1. Herren des Heidgrabener SV: Nach zuvor fünf Siegen in Folge gewannen sie an den vergangenen sieben Wochenenden nur einmal, was neben zwei Niederlagen und zwei Unentschieden auch an zwei Spielausfällen lag. Gegen den dadurch aufkommenden Frust feierten die Heidgrabener nun am Sonntagvormittag einen 7:1-Kantersieg beim SC Egenbüttel III, dem Schlusslicht der Kreisliga 8. „Wir haben allerdings eine ganz schlechte erste Halbzeit gespielt“, sagte HSV-Coach Ove Hinrichsen, der mehrere Kritikpunkte fand: „Wir waren nicht präsent und wach genug ‒ außerdem fehlte uns die nötige Körperspannung!“

shz.de von
erstellt am 30.Nov.2015 | 21:01 Uhr

Auf dem B-Platz am Rellinger Moorweg, dessen Rasen sehr hoch war, gingen die Heidgrabener in der elften Minute in Führung: Philippe Schümann flankte von rechts auf Tim Siebels, der den Ball mit seinem langen Bein nicht mehr richtig erwischte ‒ dafür aber SCE-Verteidiger Lars Bindszus so irritierte, dass dieser die Kugel über seinen Torwart hinweg zum 0:1 ins eigene Netz lenkte. Nach einem Eckstoß glich Daniel Schröder per Kopf aus (25.). „Um dieses Gegentor haben wir geradezu gebettelt“, so Hinrichsen, der das 1:1 zur Pause „verdient“ nannte, auch wenn sein Team noch drei gute Chancen besaß.

Nach dem Seitenwechsel kehrten die Heidgrabener deutlich stärker auf den Platz zurück und nach Schümanns Linksflanke köpfte Alexander Martin zum 1:2 ein (47.). Dann wurde es farbenfroh: Erst bekam ein Egenbütteler wegen Foulspiels sowie Meckerns die Gelb-Rote Karte (58.). Und als der SCE-Kapitän sich weigerte, einigen Personen, die in zivil auf der Ersatzbank saßen, auf Geheiß von Schiedsrichter Kai Kleen (Sportfreunde Pinneberg) zu sagen, dass sie den Innenraum verlassen sollten, sah er ebenfalls „Gelb-Rot“ (68.). „Einen so kuriosen Platzverweis habe ich noch nie gesehen“, sagte Hinrichsen, der urteilte: „Damit hat unser Gegner sich selbst geschlagen!“

In doppelter Überzahl hatten die Heidgrabener jedenfalls leichtes Spiel und legten noch fünf (!) Treffer nach. Fabian Doell köpfte nach einem Eckstoß von Tim Siebels zum 1:3 ein (72.), dann marschierte Schümann nach einem langen Pass gen Tor und traf zum 1:4 ins lange Eck (79.). Auch „Joker“ Maik Siebels stach, als er Martins Flanke aus dem Halbfeld per Hinterkopf ins Netz verlängerte (84.). Nach einem Steilpass von Tim Siebels verhinderte ein SCE-Verteidiger noch den zweiten Treffer von Maik Siebels, doch den Abpraller verwertete Jesse Jacobsen zum 1:6 (89.). Den 1:7-Endstand stellte in der Nachspielzeit Tim Siebels nach einem Zufallsprodukt her: Ein Ball, den Jacobsen in den SCE-Strafraum gelupft hatte, sprang dort auf, an die Hacke des Keepers und schließlich ins Netz (95.). Mit diesem Ergebnis war Hinrichsen „sehr zufrieden“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert